Thüringen weiterhin am schwersten von Pandemie betroffen

Erfurt  Der Inzidenzwert im Freistaat liegt bei 310,4. Impfstellen haben ihre Arbeit aufgenommen, weitere Zentren öffnen schrittweise.

Symbolbild

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Foto: Sven Hoppe / picture alliance/dpa

Thüringen bleibt vorerst das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Am Donnerstag, 14. Januar, meldeten Gesundheitsministerium und Berliner Robert Koch-Institut (RKI) einen Sieben-Tage-Wert bei Neuinfektionen von 310,4 bezogen auf 100.000 Einwohner. Das entspricht 6.621 Neuinfektionen thüringenweit binnen einer Woche. In Thüringen, das am Mittwoch Sachsen beim Spitzenwert abgelöst hatte (wir berichteten), leben 2,1 Millionen Menschen. Von den Landkreisen ist der thüringische Kreis Saalfeld-Rudolstadt mit einer Inzidenzwert von 601,8 bundesweit am stärksten betroffen. Eine Interpretation der Daten bleibt weiter schwierig, weil um Weihnachten und den Jahreswechsel Corona-Fälle laut RKI verzögert entdeckt, erfasst und übermittelt wurden.

Fast 200 Corona-Erkrankte auf Intensivstationen

In intensivmedizinischer Behandlung waren am Donnerstag 197 an Covid-19 Erkrankte, mehr als die Hälfte von ihnen musste invasiv beatmet werden. Der Anteil der Covid-19-Erkrankten an belegten Intensivbetten macht 30,1 Prozent aus. Auf Basis der wöchentlichen Sonderlagebilder der Land- und Stadtkreise sind in Thüringen 1.062 Personen in stationärer Behandlung (Stand 13. Januar 2021). Seit Beginn der Pandemie haben die Behörden 1.505 Todesfälle (+37 seit 13. Januar) im Zusammenhang mit Corona verzeichnet.

Bisher haben in Thüringen 15.440 Menschen Corona-Impfungen erhalten. Laut Meldung des Gesundheitsministeriums Thüringen ist das eine Zunahme seit 13. Januar um 2.380. Die Impfungen pro 1.000 Einwohnern betragen 7,2. Indikationen sind hier bisher folgende: Alter 2.231,beruflich 10.339, medizinisch 170 und Impfungen in Pflegeheimen 2.205. Die ersten 14 Impfstellen in Thüringen haben am 13. Januar 2021 ihre Arbeit aufgenommen. Nach aktuellem Stand sind rund 64.000 Termine vergeben. Dies entspricht 32.000 Personen mit Erst- und Zweitimpfung. Davon finden laut Corona-Krisenstab die ersten 3.200 Impftermine in dieser Woche statt. Ab 3. Februar soll die schrittweise Öffnung 15 weiterer Impfzentren erfolgen.

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