Mann stirbt beim Baden in der Innerstetalsperre

Langelsheim.  Am Sonntagnachmittag starb ein 59-jähriger Mann beim Baden in der Innerstetalsperre. Gesundheitliche Probleme werden als Ursache angenommen.

Ein 59-Jähriger starb bei dem Versuch, die Innerstetalsperre zu durchschwimmen.

Ein 59-Jähriger starb bei dem Versuch, die Innerstetalsperre zu durchschwimmen.

Foto: Marcel Kusch / dpa

Nach dem tragischen Tod eines Schwimmers in der Innerstetalsperre am Sonntagnachmittag gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einem tödlichen Unfall infolge von gesundheitlichen Schwierigkeiten aus. Die Staatsanwaltschaft leitet deshalb kein Ermittlungsverfahren ein und sieht von einer Obduktion der Leiche ab.

Der 59-jährige Mann aus Bernburg/Saale war am Nachmittag beim Durchschwimmen des Gewässers untergegangen und gegen 18.20 Uhr von Einsatzkräften der Tauchergruppe des Landkreises Goslar tot geborgen worden. Offenbar war er bei dem Versuch gescheitert, den See von der Badebucht unterhalb des Berghofs aus zu durchqueren.

Erfahrene Rettungsschwimmer der DLRG Langelsheim, die am Sonntag im Einsatz waren, schätzen die Entfernung des gegenüberliegenden Ufers beim gegenwärtigen Füllstand der Talsperre von der Badebucht aus auf nur rund 150 bis 200 Meter ein. Der Mann hatte nach einem Teil der Strecke angefangen, plötzlich auffallend mit den Armen zu schlagen, berichteten Zeugen. Kurz darauf sei er im Wasser versunken. Daraufhin hätten zunächst Badegäste versucht, nach dem Versunkenen zu tauchen, bevor die Einsatzkräfte eintrafen.

Neben den drei Tauchern des Wasserrettungszuges des Landkreises wurde der DLRG-Ortsverein Langelsheim alarmiert, der ebenfalls mit drei Tauchern nach dem Verunglückten suchte. Nach Angaben von Einsatzleiter Heiko Klingenberg kam neben Einsatzkräften der Feuerwehren Astfeld und Langelsheim sowie Rettungsdienst, DRK und Goslarer Polizei auch eine Drohne zum Einsatz, mit der die Wasseroberfläche abgesucht wurde.

Leichnam in fünf Meter Tiefe gefunden

Rund drei Stunden nach der Alarmierung konnte ein Taucher den Leichnam in etwa fünf Meter Tiefe bergen. Die Partnerin des Opfers wurde am Ufer von Vertretern des Kriseninterventionsteams des Landkreises Goslar betreut. Abhängig vom Füllstand erreicht der See eine Tiefe von bis zu 30 Meter.

Der Vorsitzende des Langelsheimer DLRG-Ortsvereins, Markus Romainschick, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und den anderen Einsatzkräften vor Ort, die „Hand in Hand“ gelaufen sei. Dadurch, dass die DLRG am Sonntagvormittag noch an einem Bezirkstauchen an der Okertalsperre teilgenommen habe, sei man schnell einsatzbereit gewesen.

Risiko on Badeseen

Das Einsatzgebiet der DLRG umfasst beide Talsperren. Die Gruppe sichert Segelregatten und hohem Besucheraufkommen den Badebetrieb ab. Romanschick weist darauf hin, dass auch für gesunde und geübte Schwimmer öffentliche Gewässer zum Risiko werden können. Bei gutem Wetter und vielen Badegästen fahre die DLRG in kurzen zeitlichen Abständen die Bereiche an der Badebucht und am Staudamm mit dem Boot ab.

Die Gefahr bestehe darin, dass Schwimmer die Entfernungen unterschätzen und „ohne Auftriebmittel oder Schwimmweste“ sich zu lange Strecken vornehmen. „Außerdem ist der Unterschied zwischen Außentemperatur in der Sonne und der des Wassers zu berücksichtigen“, sagt er. Der Sprung ins kalte Wasser könne abhängig von Alter und Konstitution ein gesundheitliches Risiko sein, das nicht jeder einzuschätzen vermag. „Darüber hinaus kann die Strömung von kälteren Wassermassen, die das Gewässer durchfließen, den Schwimmer überraschen“, so der DLRG-Vorsitzende.

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