Tote Wälder im Harz schrecken Gäste ab

Harz.  Die Schäden bereiten Touristikern Sorge. Viele Besucher reagierten mit Unverständnis und Bestürzung auf das, was sie sehen, so der Tourismusverband.

So sah Ende 2018 der Wald im Oberharz am Abzweig der B4 zur B242 aus.

So sah Ende 2018 der Wald im Oberharz am Abzweig der B4 zur B242 aus.

Foto: Beckmann / GZ

Die sich ausbreitenden Waldschäden im Harz bereiten laut Bericht der Mitteldeutschen Zeitung der Tourismuswirtschaft Sorgen. „Viele Besucher reagieren mit Unverständnis und Bestürzung auf das, was sie sehen“, sagt Carola Schmidt, Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes. Vor allem das großflächige Baumsterben durch den Borkenkäfer im Nationalpark Harz „verstöre einige Gäste regelrecht“.

Vor allem der beliebte Urlauberort Schierke sieht sein Tourismusgeschäft bedroht. „Wir haben hier viele Stammgäste, die unsere Region nicht mehr wiedererkennen“, klagt Ortsbürgermeisterin Christiane Hopstock. Sie fürchtet, dass „einige künftig nicht mehr wiederkehren“. „Ein Gast meinte, so sieht es wohl nach einem Atomunfall aus“, berichtet Hotelier Jens Weidlich vom Brockenstübchen. Stürme, Dürre und Borkenkäfer haben vor allem die Fichtenwälder im Harz stark beeinträchtigt.

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