Ballenstedt. Mit oder ohne Behinderung - beim Rockharz sollen alle feiern können. Fotograf und Rollifahrer Björn Schulz über das Inklusionscamp und das Projekt.

Was wäre ein Festival wie das Rockharz ohne ein grandioses Publikum? Aus einem Meer an schwarzen T-Shirts und Kutten stechen sie hervor: Ob bunt gekleidet, kostümiert, martialisch bemalt, ob Junggesellinnenabschied, ein Junggeselle im selbst kreierten Brautkleid - der Vielfalt und der Fantasie sind eben keine Grenzen gesetzt. Fantasisch auch die 94-Jährige, die seit Jahren Fan von Amon Amarth ist. Sie läuft natürlich nicht mit einfachem Rollator auf, nein, ein „Metal-Lator“ muss es schon sein. Sie hat die Anfänge in Osterode erlebt und sich mit 90 Jahren erstmals aufs Rockharz nach Ballenstedt getraut. Für Metal ist man eben nie zu alt. Und dann gibt es noch Besucher, die man vielleicht im ersten Moment nicht auf einem mehrtägigen Musikfestival mit etwas buckeligem Gelände erwartet: Metalheads in Rollstühlen oder mit anderen Behinderungen. Aber hier gehört das Rockharz mit seinem Inklusionscamp seit Jahren zu den Vorreitern: Und in diesem Jahr ist mit „Kultur für Alle“ ein neues Projekt gestartet, das Vorbildcharakter für alle kulturellen Events bekommen soll.