Verdi streikt Donnerstag erneut – Müllabfuhr in Osterode läuft

Osterode.  Kundgebungen finden in Göttingen, Duderstadt, Hann. Münden und auch Osterode statt. Hier soll es ein Streikkonzert geben.

Ende September rief Verdi bereits in Ulm die Müllentsorger zum Warnstreik auf.

Ende September rief Verdi bereits in Ulm die Müllentsorger zum Warnstreik auf.

Foto: Tom Weller / dpa

Mit Aktionen und Kundgebung in Osterode, Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) im Rahmen der Tarifrunde im öffentlichen Dienst am Donnerstag, 15. Oktober, erneut auf ihre Forderungen und Erwartungen aufmerksam machen. Vom Streik betroffen sein werden neben den Rathäusern, Landkreiseinrichtungen, Stadtwerken und Entsorgungsbetrieben auch die Sparkassen und städtischen Kindergärten aus dem Kreisgebiet. Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft hervor.

Müllabfuhr im Bereich Osterode wohl nicht betroffen

„Die Müllabfuhr im Bereich der Abfallwirtschaft Osterode ist von dem Warnstreik voraussichtlich nicht betroffen und wird ohne Einschränkungen stattfinden. Die Entsorgungsanlagen in Breitenberg und Dransfeld werden nach heutiger Einschätzung geöffnet sein“, erklärte Ulrich Lottmann, Pressesprecher des Landkreises am Mittwoch. Die Leerung der Komposttonnen sei somit gesichert. Anlieferungen von Boden und Bauschutt sowie von Grünabfällen seien ebenfalls möglich. Es könnte jedoch zu Wartezeiten kommen.

„Die Entsorgungsanlage Hattorf am Harz wird nach derzeitigem Kenntnisstand geöffnet sein. Damit ist auch dort die Anlieferung von Abfällen möglich. Wertstoffsäcke und Altpapier werden planmäßig abgeholt“, so Lottmann.

Forderung: Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent

Gewerkschaftssekretär Moritz Braukmüller erklärt: „Die öffentlichen Arbeitgeber haben sich in den ersten zwei Runden zu unserem Bedauern nicht mal zu einem Angebot bereit erklärt. Von Respekt und Anerkennung gegenüber den Beschäftigten war nichts zu spüren. Damit sind Warnstreiks unvermeidlich.“ Weiter betont er: „Kaum ist der Applaus verhallt, ist es mit der Wertschätzung vorbei. In den Sparkassen soll den Beschäftigten sogar die mögliche Tariferhöhung komplett gestrichen werden.“

Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Geplante Veranstaltungen

Donnerstag um 12 Uhr findet in der Marienvorstadt 2 in Osterode ein Streikkonzert mit Kundgebung statt. Bereits um 7.30 Uhr starten die Aktionen in Göttingen am Hiroshimaplatz. Um 9 Uhr geht es von dort in einem Demonstrationszug zum Groner Tor. Auch in Einbeck wird es eine Kundgebung ab 9.30 Uhr auf dem Marktplatz geben.

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