Anklage wegen Mordes

Stern-Doku „Der Alptraummann“ – Was geschah danach in Herzberg?

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Leiche der Rentnerin wurde in Herzberg am Harz gefunden. Die Haustür wurde versiegelt.

Die Leiche der Rentnerin wurde in Herzberg am Harz gefunden. Die Haustür wurde versiegelt.

Foto: Rainer Härtl / HK-Archiv

Herzberg.  Ein grausiges Gewaltverbrechen erschütterte im Jahr 2018 die Herzberger: Eine Frau war getötet und ihre Leiche einbetoniert worden. Die Hintergründe.

Von Frühling 2018 bis Sommer 2019 beschäftigte ein Thema die Einwohner von Herzberg und im Altkreis Osterode am Harz ganz besonders: Der mutmaßliche Mord an einer 74 Jahre alten Frau in Herzberg.

Jetzt gewinnt der Fall wieder an Aktualität: Stern Crime berichtet in der True-Crime-Doku „Der Alptraummann“ über die Vorgeschichte des Tötungsdeliktes. Die ersten zwei Folgen der Reihe liefen am 3. November auf VOX, die letzten beiden werden am 10. November um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Sie sind auch auf RTL+ zu sehen.

Grausiger Fund in Herzberg: Leiche in Blumenbank einbetoniert

Was war passiert? Die Seniorin war lange Zeit vermisst worden, als die Polizei ihre Leiche im April 2018 fandeinbetoniert in eine Blumenbank in ihrem Wohnzimmer.

Schnell geriet der damals 47-jährige Sohn der Frau ins Visier der Ermittler. Er lebte zu der Zeit in Schweden. Im Mai nahmen schwedische Polizeikräfte den Herzberger fest. Der Tatverdächtige wurde anschließend nach Deutschland ausgeliefert.

Gewaltverbrechen im Südharz: Zeuge bringt Polizei auf die Spur

Der folgende Prozess am Landgericht Göttingen zog sich über 26 Verhandlungstage hin. Die Staatsanwaltschaft forderte eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes aus Habgier, die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Ein Zeuge spielte in dem Verfahren eine besondere Rolle: Der Vater der damaligen Freundin des Angeklagten hatte geholfen, dem Gewaltverbrechen auf die Spur zu kommen. Er wollte seine Tochter retten.

Gerichtsurteil: Angeklagter Sohn muss 13 Jahre in Haft

Im Juni 2019 verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen Totschlags zu 13 Jahren Haft. „Die Tat war nicht von langer Hand geplant“, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Später bestätigte der Bundesgerichtshof das Urteil und verwarf die Revision des Herzbergers.

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