Firmen und Produkte gibt es auch auf Esperanto

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Eine neue Sonderausstellung im Welfenschloss unter dem Titel „Firmen- & Produktnamen in Esperanto“ hat eröffnet.

Eine neue Sonderausstellung im Welfenschloss unter dem Titel „Firmen- & Produktnamen in Esperanto“ hat eröffnet.

Foto: Esperanto-Centro Herzberg

Herzberg.  Eine Sonderausstellung in Herzberg macht auf den kommerziellen Nutzen der Plansprache Esperanto aufmerksam.

Es ist bereits die 16. Sonderausstellung in Bezug auf Esperanto, die im Museum des Herzberger Welfenschlosses eingeweiht worden ist. Kleine Delegationen aus Belgien, Deutschland, Estland und den Niederlanden weihten im Welfenschloss die Sonderausstellung „Firmen- und Produktnamen in Esperanto“ ein.

In den letzten Jahren gibt es weltweit immer mehr Produkte, Firmennamen und so weiter in Esperanto. Das älteste Ausstellungsobjekt im Welfenschloss ist die Zither „Esperanto“, die circa 1910 von einer gleichnamigen Firma in Sachsen hergestellt wurde. Dieses frühe Exemplar wurde unlängst vom Herzberger Esperanto-Centro ersteigert.

Tempo & Mirinda

Die Nürnberger Firma Tempo (Zeit) produziert Papiertaschentücher. Das Erfrischungsgetränk der „Mirinda“ erhielt einen Namen in Esperanto. Es bedeutet „wundernswert“, zusammengesetzt aus den Wortstämmen „wundern“ und „wert“.

Aus unserer Region gibt es auch ein frühes Beispiel. Der Osteroder „Lichtarzt“ Dr. Breiger erfand bereits vor dem ersten Weltkrieg eine sogenannte elektrische Höhensonne mit einem Esperanto-Namen: „Altmontara Sun“ (Hochgebirgssonne). Der Südharzer Erfinder zog nach Berlin um und eröffnete große Behandlungszentren. Mit seinen Ärzten sprach er meistens Esperanto.

Weitere Beispiele sind:

  • Vasta ist der Esperanto-Name für einen finnischen Saunaofen aus dem Jahre 1966.
  • Belsona bezeichnet ein tragbares Tonbandgerät aus Japan aus dem Jahre 1962. Firmennamen und Produkte aus unserer Umgebung sind auch: Pano (Brot) – so heißt ein Café in Bad Lauterberg.
  • Kulero steht für Löffel und ist eine Firma aus Göttingen, die essbare Bestecke produziert. BONVENO, „Willkommen“; heißt eine Flüchtlingsunterkunft in Göttingen.
  • Auch in der Welt der Blumen findet sich Esperanto wieder. Es gibt die Esperanto-Rose, aber auch eine Tulpensorte „Esperanto“.

„Sie finden alltäglich viele verschiedene Produkte im modernen Handel, zum Beispiel favora, mola, pura, pure, und so weiter. Auch gibt es etliche Autobezeichnungen, wie Espero (Hoffnung). Viele Firmen und Projekte mit Bezeichnungen oder Namen in Esperanto betreffen die Kunst und Kultur, Informatik, Erfindungen, Kreationen, Musikgruppen, etc. Auch der Name für den bekannten Impfstoff „moderna“ entspricht der internationalen Logik der Esperanto-Sprache, einschließlich der entsprechenden Aussprache“, schreibt das Esperanto-Zentrum Herzberg.

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