Windpark bei Elbingerode: Initiative will Bürgerversammlung

Elbingerode.  „ProTransparenz“ hat eine Umfrage im Ort durchgeführt: Demnach gebe es Informationsbedarf zu den angedachten Windkraftanlagen auf dem Ochsenberg.

Windräder auf dem Ochsenberg bei Elbingerode. Die neuen Anlagen sollen größer werden.

Windräder auf dem Ochsenberg bei Elbingerode. Die neuen Anlagen sollen größer werden.

Foto: Martin Baumgartner / HK

Anfang September wurde von der Initiative „ProTransparenz“ in Elbingerode nach eigenen Angaben eine Umfrage über eine mögliche Bürgerversammlung zum Thema Windkraftanlagen (WKA) durchgeführt. Einsendeschluss des Fragebogens war der 30. September. Laut Dr. med. Hartmut Webel von der Initiative „ProTransparenz“, die die Umfrage organisiert hat, hätten sich insgesamt 64 Haushalte der Gemeinde daran beteiligt und alle hätten sich für eine solche Bürgerversammlung ausgesprochen, die laut Fragebogen zusammen mit dem Gemeinderat veranstaltet werden soll.

Für und Wider

Laut Webel soll der Zweck der Versammlung sein, „intensiverer Informationen bezüglich des angedachten neuen Windparks auf dem Elbingeröder Ochsenberg“ zu erhalten. „Diese Bürgerversammlung soll zum einen über den aktuellen Stand der zum jetzigen Zeitpunkt geführten Gespräche und deren Teilnehmer informieren, aber auch eine Diskussion über das Für und Wider eines derartigen Windparks ermöglichen“, erläutert er gegenüber unserer Zeitung und stellt fest: „Der große Zuspruch dieser Abstimmung verdeutlicht den Handlungsbedarf.“ Auf dem Fragebogen steht: „Lasst uns ein Stimmungsbild in Elbingerode erstellen, um sowohl Befürworter als auch Gegner zu Wort kommen zu lassen.“

Die Initiative „ProTransparenz“ habe sich „aus der Erkenntnis heraus entwickelt, dass die Gespräche mit den potenziellen Betreibern der WKA stets nur mit der Verwaltung, den Grundbesitzern und der Forstgenossenschaft stattfanden. Die ‚leidtragenden‘ Bürger dieses Dorfes wollten und wollen informiert werden, und zwar nicht über kursierende Gerüchte, sondern durch die Möglichkeit der Teilhabe an WKA-bezogenen Gesprächen“, berichtet Webel. In einem Flyer macht die Initiative ihre Bedenken gegen Windkraftanlagen deutlich und weist etwa auf Aspekte des Naturschutzes, auf die mögliche Wertminderung von Immobilien und ungeklärte Gesundheitsrisiken durch Infraschall hin.

Stellungnahme

Unsere Zeitung hat die beiden Fraktionen von CDU und SPD im Elbingeroder Gemeinderat um eine Stellungnahme zu der Umfrage gebeten. Die CDU-Fraktion schreibt uns, es gebe nach wie vor keine neuen oder anderen Informationen bezüglich der geplanten Windkraftanlagen auf dem Ochsenberg wie bereits „in den Medien und in der öffentlichen Ratssitzung mitgeteilt“ (wir berichteten). Weiter: „Der Rat der Gemeinde Elbingerode und der Gemeindedirektor werden zum gegebenen Zeitpunkt zu einer Bürgerversammlung einladen“, und zwar dann, „wenn die entsprechenden Informationen vorliegen und die Coronasituation diese Art von Zusammenkünften“ zulässt.

Für die SPD-Fraktion erklärte deren Vorsitzender Uwe Luther, sich nicht erneut zu dem Thema äußern zu wollen und verwies auf seine Stellungnahme in unserer Zeitung vom 7. September.

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