„Hinter der Schule“: Anlieger sind gegen Ausweisung als Baugebiet

Scharzfeld.  Anwohner und Ortsratsmitglieder aus Scharzfeld kamen zu einer Beratung zusammen.

Die Freifläche hinter der Schule in Scharzfeld soll als Baugebiet ausgewiesen werden.

Die Freifläche hinter der Schule in Scharzfeld soll als Baugebiet ausgewiesen werden.

Foto: Friedel Polley / HK

In der Scharzfelder Ortsratssitzung im September berichtete Herzbergs Bauamtsleiterin Kerstin Bührmann über Bauinteressenten für das Baugebiet „Hinter der Schule“, die eine zeitnahe Erschließung bevorzugen. Bührmann teilte im gleichen Zuge mit, dass bereits im Frühjahr mit dem Ausbau begonnen werden soll. Die Kosten werden insgesamt mit fast 600.000 Euro angesetzt. Jetzt trafen sich die Anlieger mit Ortsratsmitgliedern, da die Ausbaukosten für die Anlieger zu hoch ausfielen. Jennifer Menzel erläuterte an Hand einer Präsentation ausführlich die Hintergründe und Zusammenhänge des Bebauungsgebietes.

Unter anderem mussten die anwesenden Ortsratsmitglieder Fragen zum Kostenrahmen, zu den Kosten pro Anlieger und deren Berechnung, zur Anzahl der geplanten Bauplätze, zur tatsächlichen Zahl der Anfragen von Bauinteressierten und zum genauen Ausbaubeginn beantworten.

Ursprünglich sei das Gebiet als Grünfläche im Ortskern vorgesehen gewesen, als eine Art Naherholungsgebiet. Damit sollte eine höhere Lebensqualität im Ort geschaffen werden. Die Fläche habe im gegenwärtigen Zustand einen hohen Freizeitwert, hieß es vonseiten der Anlieger.

Ortsbürgermeister Hans Jürgen Gückel verteidigte die Beschlussfassung zum Bebauungsplan. Bedingt durch die geografischen Gegebenheiten habe die Ortschaft Scharzfeld nur wenig Fläche und Möglichkeiten, Bauplätze auszuweisen. Um die Infrastruktur zu verbessern und um jungen Familien die Möglichkeit zu geben, sich in Scharzfeld anzusiedeln, sei das neue Baugebiet hinter der Schule erforderlich. Die Erschließung würde von der Stadt Herzberg als Vorausleistung erbracht. Die Bebauung selbst könne erst nach der Erschließung erfolgen, so Gückel.

Ob der weiterhin ablehnenden Haltung sollen nun Gespräche mit der Verwaltung der Stadt Herzberg geführt werden.

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