Wenn die begehrten Wanderstempel fehlen

„Ärgerlich ist es, einen leeren Stempelkasten vorzufinden, denn es ist eine Freude, den Pass zu vervollständigen.“

Wer seinen Wanderpass mit Stempeln gut gefüllt weiß, kann ohne Übertreibung und mit einigem Stolz behaupten: „Ich kenne den Harz und seine geologische und kulturelle Vielfalt“, denn den Stempelsammlern haben sich Landschaft und Sehenswürdigkeiten erschlossen, die man in dieser Dichte sonst nie hätte erleben können. Für jene, die gerne und gut zu Fuß sind, birgt die Wandernadel deshalb echtes Suchtpotenzial, und schnell kommen auf einer Tour mehr als 20 Kilometer zusammen, um gleich mehrere Stempelstellen anlaufen zu können.

Aber das Stempelsammeln ist durchaus auch eine Herausforderung, nicht nur durch lange Fußwege, auch die Anreise zu den vom Heimatort entlegenen Stempelstellen ist zuweilen nicht ohne und zeigt die ganze Ausdehnung unseres Mittelgebirges.

Ärgerlich ist es dann, einen leeren Stempelkasten vorzufinden, denn es ist eine besondere Freude und krönender Abschluss, nach zuweilen langer Wanderung den Pass zu vervollständigen. Der Code ist für mich kein befriedigender Stempelersatz. Warum Stempel immer wieder geklaut oder unbrauchbar gemacht werden, erschließt sich mir nicht. Vandalismus hat wohl viele Ursachen, über die es sich trefflich spekulieren lässt. Mein Dank geht an alle, die das Erlebnis Harzer Wandernadel, ein Leuchtturm im Harztourismus, ermöglichen und die bei allen frustrierenden Erfahrungen in ihren Bemühungen nicht nachlassen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder