Gästebeitrag: Ein fragwürdiger Spitzenplatz für Bad Sachsa

„Spitze möchte Bad Sachsa im Tourismus im Harz sein, vorerst ist man dies vor allem beim Gästebeitrag.“

Einen Spitzenplatz im Tourismus im Harz – das ist ein logisches Ziel, das eine Kommune wie Bad Sachsa erreichen sollte, ja sogar muss – ist es doch der wichtigste Wirtschaftszweig. Dass die Uffestadt diese Position nun aber wieder einnimmt, da der Gästebeitrag erhöht werden soll, ist für mich zumindest fraglich.

Zweifelsohne ist das Argument, die Mehrkosten von Hatix auf den Gast umzulegen, schlüssig. 25 Cent pro Tag sind für diese Leistung nachvollziehbar, dies lässt sich dem Gast gegenüber verkaufen, das sollte dieser akzeptieren. Auch ist es unbestritten, dass in den vergangenen Jahren viel versucht wurde, um im Tourismus etwas zu bewegen – und all dies wird durch die Gästebeiträge finanziert.

Schwierig wird es nur, dass Bad Sachsa bereits jetzt – auf den gesamten Harz betrachtet – einen hohen Gästebeitrag verlangt. Nun soll noch einmal etwas draufgelegt werden. Spätestens dann muss man sich in der Uffestadt die Frage gefallen lassen, was dort denn geboten wird, das sie von den touristischen Hotspots wie Braunlage, Wernigerode, Quedlinburg oder Bad Harzburg nicht nur unterscheidet, sondern die Uffestadt sogar besser macht.

Gerade weil man durch Corona noch mehr im Wettbewerb mit den anderen Kommunen im Harz steht, sollte man sich ernsthaft überlegen, ob Höchstpreise ein passendes Werbemittel sind.

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