Wir müssen die Kultur am Leben halten

“Die Kultur ist etwas, was nicht als Opfer des Coronavirus verloren gehen darf.“

Ich kann es kaum erwarten, wieder mal ein Konzert zu besuchen, eine Theateraufführung oder ins Kino zu gehen. Das scheint auch vielen anderen Menschen so zu gehen, die Darbietung im Harzer Hof zum Beispiel kam offenbar sehr gut an beim Publikum und ich habe keine Zweifel, dass Gäste auch wieder ihren Weg zu den Kulturveranstaltungen in den Eulenhof in Hörden und zu den anderen Bühnen in der Region finden werden. Für viele Kulturschaffenden ist es höchste Zeit, dass sie wieder vor Publikum auftreten oder Gäste in ihren Spielstätten begrüßen können. Denn es geht um ihren Lebensunterhalt, ihr Geschäft. Und für uns Zuschauer geht es um ein großes Stück Genuss, Erbauung und Lebensqualität.

Jetzt in der warmen Jahreszeit ist es freilich etwas einfacher, sich – wo irgend möglich – Alternativen unter freiem Himmel zu überlegen und so die Ansteckungsgefahr für alle Teilnehmer zu verringern. Aber manche Sachen funktionieren auch nur mit Dach über dem Kopf, wenn etwa aufwendige Technik nötig ist. Und im Winter kann man nicht draußen aufführen. Je nachdem, wie lange wir noch so streng auf Hygiene und Abstand achten müssen, könnte es sein, dass wir irgendwie einen Weg finden müssen, Kultur unter schwierigen Bedingungen zu erleben.

Ich sage bewusst: müssen, denn die Kultur ist doch etwas, was nicht verloren gehen darf, als Opfer des Virus. Das heißt, der Staat und die Gesellschaft müssen Kulturschaffende unterstützen, sei es durch Hilfsfonds, Spenden oder durch auch durch neue Formen des Zuschauens, für die wir bereit sein sollten, zu bezahlen. Wenn etwa Konzerte vor Publikum nicht möglich sind, sollten wir bereit sein, zum Beispiel für einen Internet-Auftritt zu bezahlen, einfach um die Kunst zu honorieren. Und am Leben zu halten.

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