Nach Fusionsentscheid: Bürger sollten sich weiterhin einbringen

„Ob Dorf oder Stadt, jede Kommune lebt vom Engagement ihrer Einwohnerinnen und Einwohner – und das gerade in der Kommunalpolitik.“

Die Fusion ist vom Tisch, die Bürgerinnen und Bürger Bad Sachsas haben entschieden. Beim Bürgerentscheid hat die Mehrheit der Wahlberechtigten in der Uffestadt klar dokumentiert, dass sie keinen Zusammenschluss möchten. Das ist zweifelsohne demokratisch, das muss jeder, auch die Befürworter einer Fusion mit Bad Lauterberg und Walkenried, akzeptieren und damit umgehen.

Was aber nicht geht ist eben, dass nun die normale Tagesordnung einkehrt, die Bürgerinnen und Bürger wieder alle Arbeit an die Vertreter des Rates und der Verwaltung abgeben. In den vergangenen Monaten war gerade die Arbeit auf politischer Ebene so öffentlich wie nie in der Diskussion, selten brachten sich Außenstehende so ein. Dies darf aber kein Strohfeuer nur für den Bürgerentscheid gewesen sein.

Ob Dorf oder Stadt, jede Kommune lebt vom Engagement ihrer Einwohnerinnen und Einwohner – und das gerade in der Kommunalpolitik. Es kommt darauf an, dass die Menschen, denen ihre Heimat wichtig ist, sich auch einbringen. Und das auch, wenn es manchmal unbequem wird – oder aber man gar seine eigenen Ansichten nicht durchbringen kann. Die Lage der Stadt Bad Sachsa bleibt nach wie vor schwierig – und nun müssen die Bad Sachsaer gemeinsam aus dieser herauskommen.

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