Weitermachen ist der beste Weg

„Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer haben ganze Baumgenerationen vernichtet. Doch was tun?“

Mit vielen unserer Wälder wird Geld verdient, das ist unumstritten. Dadurch halten Forstleute den Wald aber auch begehbar, pflegen Wege, über die das Holz wegtransportiert wird. Außerdem achten sie darauf, dass genug Bäume nachwachsen – sonst würde ihre eigene Geldquelle versiegen. Schon immer war es so, dass für Generationen geplant wurde: Manche Baumarten wachsen mehr als 100 Jahre, bevor sie gefällt werden und ihr Holz erst auf den internationalen Markt und dann als Ikea-Möbel zurück in den Südharz kommt.

Das Profitieren von der Arbeit der Vorfahren und gleichzeitiges Planen für die Nachfahren – es ist in gewisser Weise zu vergleichen mit unserem Rentensystem, was das Unterstützen anderer Generationen angeht – hat nun einen Knacks bekommen: Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer haben ganze Baumgenerationen vernichtet.

Doch was tun? Das Waldwirtschaftssystem abschaffen? Oder als Forstinhaber aufgeben und den Wald versteigern lassen? Weitermachen für die Enkel und Urenkel – so wie es die Genossenschaft in Osterhagen beschlossen hat – ist der beste Weg, finde ich.

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