Hoffnungsschimmer für Riefensbeek

„Den Akteuren vor Ort wird jetzt überraschend eine gute Argumentationsgrundlage gegeben.“

Es ist eine gute Nachricht für all jene, die sich seit Jahren für eine Lösung im Sinne der Bevölkerung von Riefensbeek-Kamschlacken stark machen. Verwaltung, die Ratsfraktionen und weitere Kommunalpolitiker haben den Kessel ordentlich beheizt.

Die Umfahrung direkt am Damm ist jetzt offensichtlich doch möglich, wie der Landkreis mitteilte und auf eine Stellungnahme des Niedersächsischen Umweltministeriums verweist. Für die Kreisbehörde war die Sache dann doch zu heikel, um ihre Rechtsposition von höherer Instanz unhinterfragt zu lassen, eine gute Entscheidung letztlich auch zu ihrer Entlastung.

Den Akteuren vor Ort wird jetzt überraschend eine gute Argumentationsgrundlage gegeben, um nach mehreren Vorstößen nun nochmals beim Land nachzulegen und der Sache weiter Gewicht zu geben.

Sicher: Auch die Harzwasserwerke hatten die Bermeumfahrung unter allen geprüften Varianten als alleinig realisierbar herauskristallisiert. Insofern wird auch ihre Einschätzung bestätigt. Freude wird allerdings nicht aufkommen, denn Bauverzögerung und hohe Kosten der Umleitung würden das ohnehin komplizierte Vorhaben weiter erschweren. Und es muss sich erst ausweisen, ob sich Olaf Lies, damals noch Wirtschaftsminister, seiner Zusage auf Förderung der Umfahrung erinnert, die er vor Jahren der Stadt Osterode auf ihr Bemühen hin gab.

Für die Menschen in Riefensbeek-Kamschlacken erscheint ein Silberstreif am Horizont, aber mehr noch nicht. Zu viele rechtliche Belange sind noch ins Kalkül zu ziehen, um Entwarnung zu geben.

So formuliert es die Kreisverwaltung: „Der für die Generalüberholung der Sösetalvorsperre zuständige Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz steht nun vor der schwierigen Aufgabe, die Auswirkungen einer Umfahrung auf der Berme auf das Wasserschutzgebiet abzuwägen gegen die Beeinträchtigungen der Ortschaft Riefensbeek-Kamschlacken bei einer weiträumigen Umleitungslösung oder Aspekten wie Kosten und Bauzeit.“

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