Kirche Harz

Neuer Pastor im Südharz: „Ich hatte gleich ein gutes Gefühl“

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Pastor Urs Ebenauer mit seiner Frau Martina.

Pastor Urs Ebenauer mit seiner Frau Martina.

Foto: Privat / Kirchenkreis Harzer Land

Bad Sachsa.  Urs Ebenauer wird neuer Pastor für Bad Sachsa und Steina. Die Orte kennt er unter anderem schon von seinen Harzurlauben. Eine neue Idee hat er auch.

Die Kirchengemeinden Bad Sachsa und Steina bekommen ab April kommenden Jahres einen neuen Pastor: Urs Ebenauer, aktuell noch Dompfarrer in Freiberg/Sachsen. Vor kurzem hielt er, als Bestandteil des Bewerbungsverfahrens, bereits seine beiden Aufstellungsgottesdienste in den beiden Orten. Sie boten den Gemeinden, die künftig ein verbundenes Pfarramt bilden, eine gute Gelegenheit, den neuen Pastor schon einmal kennenzulernen (wir berichteten).

Ende August war bereits die Wahl durch die beiden Kirchenvorstände erfolgt. Mit dem Ablauf der Widerspruchsfrist, die am 2. Oktober endete, ist die Wahl nun rechtskräftig. „Ich hatte gleich ein gutes Gefühl, die Kirchen sind wunderschön und bei den Aufstellungspredigten habe ich viele freundliche Rückmeldungen bekommen. Ich freue mich schon sehr auf meinen Dienst als Pastor für Bad Sachsa und Steina“, sagt der 59-Jährige lächelnd.

Umzug nach Bad Sachsa

Er wird im kommenden Jahr zusammen mit seiner Frau Martina nach Bad Sachsa ziehen, die als Zahnärztin in der Nähe von Leipzig arbeitet. Die beiden haben zwei erwachsene Kinder und bereits ein Enkelkind.

Grund der Bewerbung ist auch die Nähe zu Urs Ebenauers 87-jähriger Mutter, die in Clausthal wohnt. „Ich wollte in ihre Nähe ziehen, denn meine Geschwister wohnen alle noch weiter weg.“ Als sich Urs Ebenauer im Juni nach freien Stellen im Kirchenkreis Harzer Land umsah, waren vier Gemeinden frei. „Unsere Wahl fiel spontan auf Bad Sachsa und Steina, da wir die Orte von unseren Harzurlauben kannten. Nach Gesprächen mit dem Kirchenvorstand und dem Pastor dachten wir: Das könnte passen!“

Gottesdienst für Touristen

Freiberg und Bad Sachsa hätten gemeinsam, dass beide Orte sehr touristisch geprägt seien. „Deshalb könnte ich mir gut ein Gottesdienst-Format samt kleiner Kirchenführung speziell für Touristen vorstellen“, meint Urs Ebenauer. Aber das hängt davon ab, was gewünscht werde und wo der Bedarf liege. „Ich freue mich schon sehr darauf, die Menschen hier an ihren unterschiedlichen Lebensstationen zu begleiten. Bei meinem ersten Gottesdienst hier wurde ich bereits angesprochen, ob ich eine Trauung übernehmen könnte“, sagt der Pastor lächelnd.

Die bisherige Pastorin für Steina, Amelie Pradzynski, wird ihren Probedienst im August 2022 beenden. Zurzeit arbeitet sie in Teilzeit auf einer halben Pastorenstelle: je ein Viertel in der Gemeinde Steina und als Schulpastorin am Pädagogium Bad Sachsa. Sie erklärt: „Da ich auch zukünftig in Teilzeit arbeiten möchte, habe ich mich nicht auf die Stelle beworben. Wie meine berufliche Laufbahn weitergehen wird, ist derzeit noch offen.“

Werdegang von Urs Ebenauer

Urs Ebenauer wurde 1961 in Marburg geboren und verbrachte in Bielefeld seine Kindheit. Seit 1970 lebte er in Clausthal-Zellerfeld und machte dort 1980 das Abitur. Nach dem Zivildienst und dem Theologiestudium in Göttingen, Tübingen und Heidelberg begann er 1989 sein Vikariat in der Kirchengemeinde Schwiegershausen. Von 1991 bis 2009 arbeitete er als Pfarrer in Strehla bei Riesa. Vom 1. Juli 2009 bis 1. Februar 2015 war er persönlicher Referent von Landesbischof Bohl in Dresden, seitdem ist er Dompfarrer in Freiberg/Sachsen.

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