Für einen wagemutigen Glauben eintreten

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Pfarrer Heiner Reinhard (links), Ortsbürgermeister Claus Eggert (Mitte) und Diakon David Schwerger nach dem Pflanzen. 

Pfarrer Heiner Reinhard (links), Ortsbürgermeister Claus Eggert (Mitte) und Diakon David Schwerger nach dem Pflanzen. 

Foto: Kirchenkreis Harzer Land

Walkenried.  Diakon David Scherger pflanzt drei Luthereichen für Walkenried an drei verschiedenen Orten.

Zum 500. Mal jährte sich kürzlich Martin Luthers standhafter Auftritt auf dem Reichstag zu Worms mit dem bekannten und zugespitzten Spruch: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“ Als Andenken an dieses gewissenhafte und standhafte Auftreten eines Bürgers vor Kaiser und Reich und als Ausdruck gerader Standhaftigkeit durch Glaubens- sowie Zivilcourage, hatte der neue Diakon für die Region Eichsfeld, Herzberg und Hattorf, David Scherger, in seinem gewählten Wohnort Walkenried ehrenamtlich Luthereichen zu pflanzen.

Einheit geplant

Eine Einheit von drei Säuleneichen soll es werden: An den drei wichtigen Reisepunkten zum und vom Reichstag 1521 (Wittenberg – Worms – Wartburg). Diese werden auch in den Proportionen der Wegstrecken auf den Ort in etwa verteilt liegen: 1. Standort – „Wittenberg“ (Luthers Wohnort) auf dem Parkplatz beim Schützenplatz, 2. Standort – „Worms“ Am Röseberg und 3. Standort – „Wartburg“ (Luthers Zufluchtsort) auf der Wiese vom Klosterparkplatz zum Kloster linker Hand. Letzterer ist bereits gepflanzt.

Bei der Pflanzaktion halfen neben David Scherger auch Pastor Heiner Reinhard und Ortsbürgermeister Claus Eggert. Da die anderen Bäumchen Lieferverzug hatten und die Pflanzzeit inzwischen vorbei ist, sollen die weiteren Bäume nun spätestens bis zum Reformationstag gepflanzt sein.

QR-Codes vorgesehen

Künftig soll es zu jedem Baum auch noch ein Metallschild geben, das auf den Bezugsstandort verweist und die spannende Geschichte Luthers von 1521 mithilfe eines scanbaren QR-Codes vermittelt. David Scherger verdeutlicht: „Möge uns die Geschichte erinnern und ermutigen, couragiert für einen wagemutigen Glauben als auch für eine offene und gerechte Gesellschaft einzutreten.“ Der Diakon erklärt weiter: „Ich hoffe, als Neubürger damit ein weiteres Alleinstellungsmerkmal unserer Gemeinde zugutekommen zu lassen.“

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