Volksbank: SB-Bereiche in Filialen bleiben vorerst geöffnet

Wieda  Für die Filiale in Wieda gibt es nach der Schließung bereits erste Kaufinteressenten. Das Haus in Walkenried wird gestärkt.

Die Filiale der Volksbank Braunlage in Wieda. 

Die Filiale der Volksbank Braunlage in Wieda. 

Foto: Thorsten Berthold / HK

Die Filialen in Wieda, Zorge und Hohegeiß der Volksbank Braunlage sind seit dem 1. Januar nicht mehr mit Personal besetzt. Die Entscheidung, die zu einigen Diskussionen in der Bevölkerung und sogar der Politik gesorgt hat (wir berichteten), bleibt aber bestehen. Dies verdeutlicht Bankvorstand Thomas Janßen noch einmal im Gespräch mit unserer Zeitung. Allerdings gab es in den vergangenen Wochen auch Aussagen, dass parallel zur Nichtbesetzung der Filialen auch die SB-Bereiche nicht mehr nutzbar seien würden. „Dies stimmt nicht“, verdeutlicht Janßen und verweist noch einmal auf seine Ausführungen von Ende November vergangenen Jahres. Der Selbstbedienungsbereich mit Geldausgabeautomaten sowie Kontoauszugsdrucker sollen voraussichtlich bis Mitte dieses Jahres zur Verfügung stehen.

Interessenten fragen an, ohne dass es Werbung gab

Allerdings, dies führt der Bankvorstand weiter aus, könnte es auch eher an manchem Standort vorbei sein, konkret in Wieda. „Wir haben dort bereits Anfragen von Kaufinteressenten erhalten, per Mail und Telefon.“ Und das sogar, ohne dass man das Objekt überhaupt beworben habe, verdeutlicht Thomas Janßen. Bislang seien es auch nur Anfragen, allerdings sollte es zu einem Verkauf kommen, sei natürlich ab dem Zeitpunkt auch der SB-Bereich dort nicht mehr nutzbar.

Die Entscheidung für die Schließung der drei Filialen verteidigt er auch noch einmal. „Wir haben im Vorstand und Aufsichtsrat über diesen Schritt lange diskutiert und ihn uns alles andere als leicht gemacht. Er ist auch getroffen wurden, da in den vergangenen Jahren die Nutzung der Standorte in Wieda, Zorge und Hohegeiß aufgrund vom demografischen Wandel und geändertem Kundenverhalten doch deutlich zurückgegangen ist. Für die nachhaltige Zukunftsfähigkeit und Selbstständigkeit des gesamten Hauses bleibt am Ende aber kein anderer Weg“, erklärt Bankvorstand Thomas Janßen und verweist auf die schwierigen Rahmenbedingen (Niedrigzinsniveau unter anderem), in denen sich Banken und Kreditinstitute in den vergangenen Jahren bereits bewegen mussten – und die durch die Corona-Pandemie noch einmal verstärkt wurden.

Kunden erhalten Informationen per Post

Er betont, dass mit der Schließung der drei genannten Filialen gleichzeitig aber auch eine Stärkung des Hauses in Walkenried einhergeht. Dort wurde das Personal aufgestockt, „um insbesondere den Kunden aus Wieda und Zorge dort nicht nur den gleichen, sondern eher einen verbesserten Service anbieten zu können. Wir werden weiterhin unsere Kernkompetenz, die Nähe zu den Menschen aufrechterhalten und sind nach wie vor mit den verbleibenden Filialen und den SB-Stellen in unserer Region vertreten“, verdeutlicht Thomas Janßen. Um dies noch einmal zu erläutern, wurden in den vergangenen Tagen auch noch einmal die Kundinnen und Kunden explizit angeschrieben, um auf die neue Situation hinzuweisen. Auch die Ansprechpartner in der Filiale im Klosterort wurden noch einmal vorgestellt.

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