Idee: Sportplatz weicht für ein Baugebiet mit Modellcharakter

Bad Sachsa.  Bauplätze für 24 Einfamilienhäuser sowie eine Photovoltaikanlage, die das Areal mit Strom versorgen kann, könnten in Bad Sachsa entstehen.

Architekt Harmut Meissner stellt die Planungen für ein mögliches Baugebiet auf dem Gelände des Sportplatzes in der Steinstraße vor. 

Architekt Harmut Meissner stellt die Planungen für ein mögliches Baugebiet auf dem Gelände des Sportplatzes in der Steinstraße vor. 

Foto: Thorsten Berthold / HK

Heute ein brach liegender Sportplatz, der nicht mehr genutzt wird – in Zukunft, ein Baugebiet mit Platz für 24 Einfamilienhäusern, das sich selbst mit Energie dank einer Photovoltaikanlage versorgen – und gleichzeitig Modellcharakter haben kann: Architekt Hartmut Meissner stellte den Mitgliedern des Bauausschusses der S tadt Bad Sachsa seine Ideen für eine neue Nutzung des Areals in der Steinstraße vor – und diese Ideen sollen in den Fraktionen des Stadtrates weiter beraten werden. Ein Bonbon konnte Meissner der Kommunalpolitik noch zum Abschluss seiner Ausführungen präsentieren: „Es gibt einen Interessenten, der das Projekt umsetzen will“, betonte er ausdrücklich.

Verwaltung formuliert provokante Idee

Verwaltungschef Uwe Weick erklärte eingangs, dass er mit seiner fast provozierenden Idee an die Politik, das ehemalige Sportplatzgelände als Baugrundstück nutzen zu können, jetzt froh und dankbar sei, dass die CDU-Fraktion dies als Anregung aufgenommen habe und daraufhin Hartmut Meissner mit den Planungen beauftragt wurde.

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, erklärte Weick. Die Stadt Bad Sachsa beginne an einem Mangel an Bauplätzen zu leiden – „und gerade hier müssen wir vorbeugen, um etwas anbieten zu können damit Familien sich niederlassen und Bad Sachsa weiter wachsen kann.“ Das Grundproblem sei, dass die Uffestadt von Landschaftsschutzgebieten geradezu umzingelt sei, die Möglichkeiten sich auszubreiten somit arg eingeschränkt würde.

Architekt Hartmut Meissner erklärte, dass die Planungen, die er mit seinem Team unternommen habe, über das, was zunächst gefordert wurde, sogar herausgingen. „Wir könnten so etwas schaffen, das Modellcharakter hat.“ Zunächst verwies er darauf, dass es für das Areal einen bestehenden Flächennutzungsplan gebe, dieser aber aus dem Jahr 1979 stamme – und aufgehoben werden müsste, um einen Bebauungsplan erstellten zu können. Zur Verfügung stünden insgesamt sieben Hektar Land, wobei Meissner nur mit vier geplant habe. Der Rest solle weiterhin unberührte Natur bleiben.

Neuer Sportplatz: Schwieriger Untergrund, der kaum zu bebauen ist

Eine Besonderheit bei der Planung des Bebauungsgebietes stellt der Bereich dar, der aktuell das Gelände des neueren Sportplatzes umfasst. „Dort wurde in den 1970er Jahren eigenwillig aufgeschüttet“ – mit einer besonderen Konsequenz: der Untergrund sei realistisch gesehen nicht geeignet, um dort Häuser zu bauen, „es wäre ein großes Risiko“. Dies hätten Gutachten eindeutig belegt. Als Alternative schlug der Planer daher vor, dort eine Photovoltaikanlage zu errichten, die das Wohngebiet mit Strom versorgen könnte.

Auf dem eigentlichen Bauland hatte er 24 Grundstücke geplant mit jeweils einer Fläche von 732 Quadratmetern. „Mit dieser Planung holen wir meiner Ansicht nach das Optimale heraus und könnten sogar noch etwas schaffen, das besonderen Modellcharakter hat und speziell für Familien geeignet ist“, betonte Hartmut Meissner ausdrücklich noch einmal.

Interessent steht bereits bereit

Es gebe auch bereits einen Interessenten, der in der Region bekannt sei und bislang ein Unternehmen großer Art mit Energie und Umwelttechnik betreibe.

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