Feuerwehr: Vorarbeiten für neues Gerätehaus beginnen

Bartolfelde/Osterhagen.  Über die Zufahrt Königsberger und Breslauer Straße fahren Lastwagen. Die Stadt Bad Lauterberg bittet um Verständnis.

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Die Grafik zeigt, wo das künftige Feuerwehrgerätehauses für die Wehren Bartolfelde und Osterhagen „In der Bauke“ entstehen soll.

Die Grafik zeigt, wo das künftige Feuerwehrgerätehauses für die Wehren Bartolfelde und Osterhagen „In der Bauke“ entstehen soll.

Foto: Kjell Sonnemann / Screenshot

Die ersten Arbeiten für den Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses „In der Bauke“ für die beiden Wehren Bartolfelde und Osterhagen starten ab dem 1. März. Darüber informiert die Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Bevor es zu dem eigentlichen Spatenstich für den Neubau der Wehren kommen wird, werden zunächst unter anderem die Ver- und Entsorgungsleitungen hergestellt.

Die Anbindung der Ver- und Entsorgungsleitungen erfolgt von der Stettiner Straße her, so dass über die Zufahrt Königsberger und Breslauer Straße ein erhöhtes Verkehrsaufkommen an Schwerlastverkehr für die Bauarbeiten eintreten wird.

In einem weiteren Bauabschnitt wird dann die Anbindung des Geländes an die ehemalige B 243 erfolgen. Während dieser Arbeiten wird es in diesen Bereichen zu Beeinträchtigungen und Behinderungen der dortigen Anlieger und Einwohner kommen. Die Stadtverwaltung bittet alle Betroffenen bereits vorab um ihr Verständnis.

Aus beiden Orten gut zu erreichen

Das künftige Gerätehaus soll nördlich des Sportplatzes und am Ende der Bartolfelder Straße entstehen. Damit liegt es am östlichen Ortsrand Bartolfeldes in Richtung Osterhagen. „Über einen direkten Anschluss zur Gemeindeverbindungsstraße sind die beiden Ortslagen über gut ausgebaute Straßen in recht kurzer Entfernung schnell erreichbar“, heißt es in der Begründung zum Bebauungsplan. Das neue Zuhause der beiden Feuerwehren benötigt – mit Parkplätzen und anderem – ein Areal von gut 10.000 Quadratmetern (wir berichteten).

In dem zweigeschossigen Neubau in Bartolfelde sollen die Einsatzfahrzeuge, technische und persönliche Ausrüstungsgegenstände der Freiwilligen untergebracht werden. In der oberen Etage sollen sich die Mannschafts- und Besprechungsräume befinden. Jede Wehr soll eigene Räume bekommen, es soll aber auch gemeinsame geben.

„Die zukünftige Feuerwehr ist der Ausgangspunkt für Gefahrenabwehr, Brand- und Hilfeleistungseinsätze“, heißt es in der Begründung weiter. „Dabei handelt es sich bei der Aufgabenstellung um eine typische Ortsfeuerwehr, die aufgrund der Größenordnung und des Ausrüstungsumfanges eine Stützpunktfeuerwehr ist.“ Die beiden anderen Einrichtungen der Stadt sind die Stützpunktfeuerwehren aus Bad Lauterberg und Barbis.

Weil die Bevölkerungszahlen der Stadtteile Bartolfelde und Osterhagen rückläufig sind, war beschlossen worden, für beide Feuerwehren an einem gemeinsamen Standort neu zu bauen. Ansonsten hätte viel in die beiden kleinen Standorte investiert werden müssen.

FUK: Gravierende Mängel

Die Prüfer der Feuerwehrunfallkasse (FUK) hatten 2017 alle Gerätehäuser begutachtet und dabei gravierende Mängel festgestellt. Insbesondere das Fehlen von Absauganlagen wurde in allen vier Gebäuden bemängelt. Auch die Stellplatzgrößen entsprechen nirgends mehr den Anforderungen. Die Häuser in Bartolfelde und Osterhagen sind nach Einschätzung der Experten „in einem völlig unzureichenden sicherheitstechnischen Zustand“.

Die Stadt Stadt beauftragte dann ein Architekturbüro, eine Standort- und Gebäudeanalyse für Kernstadt und Ortsteile zu erstellen. Es erarbeitete drei Varianten – unter anderem, Barbis, Osterhagen und Bartolfelde zusammenzulegen – und nannte jeweils mehr als sieben Millionen Euro als Summe, die investiert werden muss. Eine Erweiterung oder Ertüchtigung aller vier bestehenden Gerätehäuser mache wirtschaftlich keinen Sinn.

Und so soll erst das gemeinsame Gerätehaus „In der Bauke“ entstehen. Das Barbiser Gerätehaus wird anschließend umgebaut.

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