Agrarmarkt Deppe schließt sich mit Firma Stücker zusammen

Barbis  Der Landtechnik-Fachbetrieb aus Barbis will damit seine Marktposition stärken. Für Mitarbeiter und Kunden soll sich nichts ändern.

Familie Deppe stellt das Unternehmen für die Zukunft auf: Sven (von links), Justin, Marcel und Friedrich Deppe.

Familie Deppe stellt das Unternehmen für die Zukunft auf: Sven (von links), Justin, Marcel und Friedrich Deppe.

Foto: Karl-Heinz Wolter / HK

Der Agrarmarkt Deppe hat kürzlich seinen Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern mitgeteilt, dass ein entscheidender Entwicklungsschritt in der Firmenstrategie bevorsteht: Es wird einen Zusammenschluss mit der Firma Stücker aus Rietberg, Kreis Gütersloh, geben. Das Unternehmen ist ebenso wie Deppe ein Fachbetrieb für Landtechnik und auch Kooperationspartner der Firma John Deere. Bei Stücker sind an sieben Standorten im Bereich Westfalen/Lippe und Sachsen-Anhalt etwa 150 Mitarbeiter beschäftigt.

Das hiesige Unternehmen Deppe beschäftigt auch fast 150 Mitarbeiter, ist einer der führenden Betriebe der Branche in der Region und hat neben Barbis Standorte in Rosdorf, Goslar/Oker, Osterode, Barnstädt, Kölleda, Sangerhausen, Petersburg/Halle und Einbeck. Deppe ist hauptsächlich in den Bereichen Landtechnik, Forsttechnik, Rasen- und Grundstückspflege sowie Golfplatzpflegetechnik aktiv.

1730 mit einer Schmiede begonnen

Das Barbiser Familienunternehmen kann auf eine lange Tradition zurückblicken: Im Jahr 1730 wurde ein Schmiedebetrieb gegründet, und daraus entwickelte sich die jetzige Firma. Bereits seit 1960 ist man am hiesigen Standort Partner von Deere. Seit dem war der damalige Firmenchef Friedrich Deppe stetig auf der Suche nach neuen Ideen und entwickelte das Unternehmen in Südniedersachsen weiter. Erweiterungen, Um- und Ausbauten waren Meilensteine.

Friedrich Deppe steht heute noch mit Rat und Tat zur Seite; geschäftsführender Gesellschafter ist sein Sohn Sven Deppe, der vor über 30 Jahren in das Unternehmen einstieg. Die Familientradition ist gesichert: Die beiden Söhne von Sven Deppe sind nach verschiedenen Ausbildungen und Studiengängen ebenfalls fest im Unternehmen etabliert: Seit 2014 ist Marcel Deppe und seit 2017 Justin Deppe in den Bereichen Vertrieb und Kundendienst aktiv.

In einem „generationsübergreifendem Gespräch“ der genannten Deppe-Männer machten diese deutlich, das hier alle an einem Strang ziehen, auch was die Neuausrichtung anbelangt. Sven Deppe erklärte, dass er bereits seit 2018 über künftige Unternehmensstrategien nachgedacht habe, um weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber und verlässlicher Geschäftspartner mit zukunftsorientierten Plänen zu bleiben. Und so kam es – vereinfacht durch eine lange Bekanntschaft von Friedrich Deppe und Johannes Stücker, dem Vater des jetzigen Geschäftsführers Christian Stücker – zu Beginn des Jahres 2020 zu ersten konkreten Gesprächen über eine Fusion. Eine ähnliche Firmenentwicklung und Ausrichtung geprägt durch Tradition und Gegenwart machten die Verhandlungen leicht.

Die erste Welle der Pandemie überschattete aber zunächst weitere Planungen; diese wurden später fortgesetzt und dauern noch an, so dass es vermutlich zum 1. Juni dieses Jahres das neue Unternehmen „Deppe und Stücker GmbH & Co. KG“ im operativen Geschäft geben wird. Geschäftsführer werden Marcel Deppe und Dirk Horstmann (Firma Stücker).

Alle Standorte bleiben erhalten

Für die Mitarbeiter und Kunden soll sich nichts ändern; alle Standorte bleiben erhalten und die Kontinuität ist gewährleistet. Durch den Zusammenschluss versprechen sich alle Beteiligten Vorteile durch eine stärkere Marktposition. Fachkompetenzen können optimaler gewährleistet und gehobene Ansprüche der Kunden zukunftssicher erfüllt werden.

„Wir werden uns somit auch künftig den Veränderungen in der Struktur der Landwirtschaft stellen und erleben eine parallele Entwicklung“, so der Tenor. Das neue Unternehmen wird dann an seinen 16 Standorten in einer Ost-West-Ausdehnung von zirka 400 Kilometern 300 Arbeitnehmer beschäftigen und gehört damit wohl zu den fünf größten John-Deere-Vertriebspartnern in Deutschland.

Familie Deppe bedauert, dass die geplante 100-Jahr-Feier des Unternehmens, die 2020 beim traditionellen Bauernmarkt begangen werden sollte, wegen der Pandemie nicht stattfinden konnte. Mit den Mitarbeitern aller Standorte hatte es eine betriebsinterne Jubiläumsfeier im Kurhaus Bad Sachsa im März gegeben.

Über die geplante Fusion ist auch ein Video erstellt worden; dieses kann von Interessierten angeschaut werden: www.bit.ly/ds-kundeninformation

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