Polizeikontrolle in Bad Lauterberg: sechs Fahrer zu schnell

Bad Lauterberg.  Die Polizei kontrollierte die Geschwindigkeit auf der Bundesstraße und die Verkehrssicherheit bei Schülern.

Die Beamten des Polizeikommissariats Bad Lauterberg bei der Tempomessung in der Baustelle der B243n. Hier ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt, sechs Fahrer waren zu schnell unterwegs.

Die Beamten des Polizeikommissariats Bad Lauterberg bei der Tempomessung in der Baustelle der B243n. Hier ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt, sechs Fahrer waren zu schnell unterwegs.

Foto: Herma Niemann / HK

Bei Geschwindigkeitskontrollen der Polizei in der Baustelle der Bundesstraße 243n zwischen Nüxei und Mackenrode wurden am Freitag insgesamt sechs Verstöße festgestellt. Dort ist die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt. Der schnellste Fahrer war an dieser Stelle mit 75 km/h in einem Kleintransporter unterwegs. Ende August war in dieser Baustelle ein schwerer Unfall passiert, bei dem ein Fahrer in den Gegenverkehr geriet und die Beifahrerin später an den Folgen der Verletzungen im Krankenhaus verstarb. „Mit den regelmäßigen Messungen wollen wir Unfallzahlen minimieren und damit auch schwere Unfallfolgen reduzieren“, so Große. Die herausgewunkenen Fahrzeugführer zeigten sich alle einsichtig. Eine weitere Messung führte die Polizei in der Hauptstraße in Bad Lauterberg durch:

Aktionstag unter dem Motto „Sicherer Schulweg“

Außerdem führte das Polizeikommissariat Bad Lauterberg am Freitag einen Aktionstag unter dem Motto „Sicherer Schulweg“ durch. Im Fokus standen besonders die Grundschule und die KGS in Bad Lauterberg sowie die Grundschule in Bad Sachsa. Besonderes Augenmerk legten die Polizeibeamten auf die Verkehrssicherheit der Fahrräder der Schüler und das Anlegen der Sicherheitsgurte in den Autos der Eltern. Anders als bei einer ähnlichen Kontrolle von vor ungefähr zwei Wochen (damals mussten rund 75 Prozent der Fahrräder beanstandet werden), waren am vergangenen Freitag deutlich weniger Verstöße zu verzeichnen.

Von 26 kontrollierten Fahrrädern mussten die Polizeibeamten nur fünf beanstanden, alle wegen defekter Beleuchtung. Hier bestünde also weiterhin vorbeugender Handlungsbedarf, wie der Polizeihauptkommissar Michael Besoke betonte. Denn gerade jetzt zur beginnenden „dunklen“ Jahreszeit ist die Erkennbarkeit von Schülern auf Fahrrädern natürlich besonders wichtig. Hier seien insbesondere auch die Eltern aufgerufen, für die richtige Ausrüstung der Fahrräder ihrer Kinder und somit deren Erkennbarkeit und Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen. Auch das Tragen von heller und vielleicht sogar reflektierender Kleidung oder Fahrradhelmen würden einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit beitragen.

Bei der Kontrolle am Freitag wurden die Namen und die Schulklassen der Schüler notiert. Der Kontaktbeamte Polizeioberkommissar Hans-Hermann Klapprodt wird das Ergebnis zum Anlass nehmen, die Schüler im Rahmen der Verkehrserziehung in den Schulen zu kontaktieren. Klapprodt ist in allen Orten von Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Walkenried unterwegs und unterstützt Kindergärten und Grundschulen bei der Verkehrserziehung und bei der Schulwegsicherheit. Die Sicherheitsgurte und auch die Kindersitze in den Autos waren alle ordnungsgemäß angelegt und befestigt. „Wir wollen nicht abkassieren, sondern die Eltern und Schüler sensibilisieren und die Unfallzahlen senken“, betonte der Polizeihauptkommissar Frederik Große. Alleine durch die Präsens der Polizei verhinderten die Beamten auch, dass die Eltern, die ihre Kinder zur Grundschule in Bad Lauterberg bringen, wie so oft im absoluten Halteverbot anhalten und so einen künstlichen Stau verursachen.

Hintergrund: Fahrradbeleuchtung größtenteils mangelhaft

Am Freitag führte die Polizei Bad Lauterberg rund um die KGS Beleuchtungskontrollen bei den mit ihren Fahrrädern anfahrenden Schüler durch. Das Ergebnis war erschreckend, berichtet die Polizei: Von den 70 kontrollierten Zweirädern waren nahezu 75 Prozent ohne bzw. mit defekter Beleuchtung unterwegs. Die Polizei weist gerade jetzt zu Beginn der „dunklen“ Jahreszeit darauf hin, dass im Rahmen der Verkehrssicherheit und der Erkennbarkeit der Zweiradfahrer die Fahrradbeleuchtung unverzichtbar ist. Hier sind insbesondere auch die Eltern aufgerufen, für die richtige Ausrüstung der Fahrräder ihrer Kinder und somit deren Erkennbarkeit und Sicherheit im Straßenverkehr zu sorgen. Auch das Tragen von heller, vielleicht sogar reflektierender Kleidung oder Ausrüstung sowie von Fahrradhelmen leistet einen großen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Bei der Kontrolle blieb es bei der eindringlichen Ermahnung der Schüler. Die Polizei kündigt jedoch weitere Zweiradkontrollen an, und weist darauf hin, dass Verstöße gegen Beleuchtungsvorschriften an Fahrrädern auch mit Verwarngeldern geahndet werden können.

Was gehört zu einer vorschriftsgemäßen Fahrradbeleuchtung? Ein Fahrrad muss mit einem Frontscheinwerfer ausgerüstet sein. Dieser wird entweder von einem Dynamo oder von Akkus/Batterien betrieben. Nach vorn muss außerdem mindestens ein weißer Frontreflektor angebracht sein (weitere sind erlaubt). Vorgeschrieben ist ein rotes Rücklicht. Auch dieses darf entweder per Dynamo oder mit Akkus/Batterien betrieben werden. Es ist mindestens ein roter Rückstrahler vorgeschrieben. Vorgeschrieben sind mindestens zwei um 180 Grad versetzte gelbe Speichenrückstrahler an jedem Rad. Werden mehr verwendet, müssen diese gleichmäßig verteilt werden. Stattdessen oder zusätzlich können aber auch weiße umlaufende Streifen an Reifen oder in den Speichen verwendet werden. An jeder Pedale muss ein gelber Rückstrahler nach vorn und hinten angebracht sein.

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