KTV war trotz vieler Schwierigkeiten aktiv

Bad Grund  Der Vereinsvorsitzende Karl-Hermann Rotte blickt zurück auf das vergangene Pandemie-Jahr und zieht Bilanz.

Bodo Probst (links) und Rolf Benneckendorf sorgten dafür, dass die Sitzgruppe wieder zum Verweilen einladen kann.

Bodo Probst (links) und Rolf Benneckendorf sorgten dafür, dass die Sitzgruppe wieder zum Verweilen einladen kann.

Foto: Karl-Hermann Rotte / Privat

Der erste Vorsitzende des Kur- und Touristikvereins Bad Grund (KTV), Karl-Hermann Rotte, schaut nicht gerade zufrieden auf das Jahr 2020 zurück. Denn Covid-19 hatte dafür gesorgt, dass so ziemlich alle Vorhaben abgesagt werden mussten.

Anfang des Jahres habe man noch Messen besuchen können, unter anderem in Bremen und Oldenburg. Vertreten war Bad Grund auch auf der Messe in Utrecht/NL und auf der Reisebörse in Potsdam. Im Sommer konnte sich Bad Grund etwas über Städtetouren zeigen lassen, die durch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen führten. „So konnte sich Bad Grund doch bekannt machen oder in Erinnerung rufen.“

Urlauber hatten im Pandemiesommer Gelegenheit, das eigene Land zu entdecken

Da im Sommer Auslandsurlaube kaum noch möglich waren, seien auch viele Gäste in den Harz und auch nach Bad Grund gereist. Somit hatten die Urlauber Gelegenheit, das eigene Land zu entdecken. Die Resonanz sei gut gewesen und dürfte sich auch auf die nächsten Jahre positiv auswirken, so der KTV-Vorsitzende. Positiv war auch die Nutzung des PR-Portals vom Deutschen Journalisten-Dienst, über den Berichte über die Bergstadt abgerufen und so in deutschen Medien mit einer Gesamtauflage von fast 2,7 Millionen Exemplaren veröffentlicht wurden. „Das entspricht etwa einem Anzeigenwert von 87.000 Euro“, erklärt Rotte.

Doch musste im Frühjahr 2020 mit dem große Corona-Aus auch das alljährlich Walpurgisfest trotz aller bereits gelaufenen Vorbereitungen vollends gestrichen werden. Aber auch diverse Konzerte durften nicht statt finden.

Unterstützung und Absicherung für die Interessengruppe „Zukunfts-Bergstadt“

Zwar habe es Anfang des Jahres auch noch eine Vorstandssitzung gegeben, die Jahreshauptversammlung aber musste auf einen unbestimmten Termin verschoben werden. Allerdings sei doch ein entscheidender Schritt getätigt worden, der die Interessengruppe „Zukunfts-Bergstadt“ betrifft. Sie wurde nämlich als Interessengruppe in den KTV aufgenommen, der damit ihre Aktivitäten rechtlich absichert. „Wir werden diese Gruppe auch bei der Verwirklichung ihrer Ideen unterstützen.”

Eine dieser Ideen war der Begegnungsmarkt, der seit Sommer 2019 an jedem dritten Mittwoch auf dem Hübichplatz stattfand und sich als Volltreffer erwies. Für 2020 war geplant, die Veranstaltung auf den Marktplatz zu verlegen. Zum einen liegt der sehr zentral, zum anderen sind dort alle technischen Voraussetzungen gegeben. Leider machte Covid-19 auch hier einen Strich durch die Rechnung.

Viele Wanderwege waren von den Forstarbeiten beeinträchtigt

Trotz der Pandemie habe man aber nicht die Bepflanzung innerhalb der Bergstadt vergessen, sie habe sich sogar zur Hauptaufgabe entwickelt. Manfred Bügling habe diese Aktion wieder mit seinem „grünen Daumen“ gewissenhaft und regelmäßig durchgeführt. Die „Zukunfts-Bergstadt“ hat neue Ideen eingebracht und sie mit Hilfe von Manfred Bügling verwirklicht. Der KTV selbst unterstützte Bad Grund bei der Gestaltung der Schurfbergstraße nach deren Ausbau mit der Bepflanzung im Kreuzungsbereich.

So positiv hatte es leider innerhalb des Jahres rings um die Bergstadt nicht ausgesehen. „Denn da waren sehr viele Forstarbeiten im Gange“, so Karl-Hermann Rotte. Genau davon seien auch die vielen Wanderwege, wie etwa die König-Hübich-Route, betroffen gewesen. Aus diesem Grund nahmen der KTV und der Harzklub Zweigverein Bad Grund nach Abschluss der Forstarbeiten die Beschilderung und die Erneuerung von Sitzgruppen in Angriff. Während der KTV sich um die Finanzierung des Materials kümmerte, setzte der Harzklub die Muskelkraft ein. Im Herbst konnten die Strecken dann wieder freigegeben werden. Und in der Weihnachtszeit sorgte der KTV dafür, dass in der Innenstadt die Adventsbeleuchtung erstrahlte.

Neue Sponsoren ermöglichen Verkaufspavillon für Walpurgisveranstaltungen

In 2020 sollte auch die Beschilderung am Hübichenstein erneuert werden, die durch einen Verkehrs-Unfall „platt“ gemacht wurde. Da dies noch nicht verwirklicht werden konnte, ist fest in Planung, dies im Frühjahr 2021 umzusetzen.

Darüber hinaus wurde der rund 21 Quadratmeter große, mit stabilen Planen und robustem Gestänge ausgerüstete neue Verkaufspavillon, der vor allem für die Walpurgisveranstaltung am Hübichenstein gedacht ist, präsentiert (wir berichteten). Durch die Initiative von Christian Karbach, zweiter Vorsitzender des KTV, konnten einige Sponsoren gewonnen und somit der Pavillon angeschafft werden. Corona machte einen Einsatz aber bislang unmöglich. Damit er die Wartezeit gut übersteht, ist der Pavillon in einem neuen Lagerraum auf der Hilfe Gottes untergebracht worden, den die Firma Sander zur Verfügung stellt.

Das neue Gästejournal soll im Frühjahr 2021 in Angriff genommen werden

Dahingegen hatte die Touristag für Marketing im KTV bereits im Sommer und Herbst von Bad Grund und der Umgebung neue Fotos machen lassen. Die sind für Werbung und das Gästejournal vorgesehen, das aufgrund der Messe-Ausfälle später erscheinen wird. Denn durch die ausgefallenen Messen im Herbst reicht die Auflage noch bis zum Frühjahr. Anfang 2021 wird das neue Gästejournal in Angriff genommen und die Vermieter werden angeschrieben.

Der KTV bedauere, wie sehr die Vermieter und der Tourismus unter Corona gelitten haben. Karl-Hermann Rotte wünscht den Betroffenen, dass es bald für die Vermietungen und die Gastronomie wieder grünes Licht gibt. „Ich hoffe, dass der Lockdown und die Impfungen schnell Wirkung zeigen und für Aufwind sorgen. Die Mitglieder wurden auf das Portal www.niedersachsen.de/Coronavirus hingewiesen, um die Vorgaben zu beachten, aber auch, um die Ausfallhilfen zu beantragen.“

Rotte ergänzt: „Wir haben auch schon einen Blick in die Zukunft gewagt, denn man muss ja Ziele haben.“ So hofft der KTV, dass er 2021 eine Jahreshauptversammlung und auch andere geplante Aktivitäten durchführen kann.

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