Förster Straße in Eisdorf soll zur Allee werden

Eisdorf.  Der Eisdorfer Ortsrat war auf Begehung im Ort unterwegs. Das wurde besprochen.

Der Ortsrat Eisdorf machte sich in Begleitung auf den Weg durch die Ortschaft.

Der Ortsrat Eisdorf machte sich in Begleitung auf den Weg durch die Ortschaft.

Foto: Petra Bordfeld / HK

Der Eisdorfer Ortsrat begab sich zusammen mit Gemeindegärtnermeisterin Birgitt Nienstedt und dem Leiter des Fachbereichs 3 der Verwaltung der Gemeinde Bad Grund, Fred Langner, auf einen Rundgang durch die Ortschaft. Im Mittelpunkt stand die langgestreckte Förster Straße, die wieder einen Allee-Charakter erhalten soll.

Die Teilnehmer der Ortsbegehung waren sich einig, die dafür benötigte Baumpflanzreihe in Anlehnung an das bereits im Dorferneuerungsplan verankerte Konzept zu vervollständigen. So sollen im oberen Anfangsbereich nach vorhandenen Platzverhältnissen etwa zwei bis drei oder auch vier Baumgruppen gepflanzt werden, die jeweils aus drei Bäumen bestehen sollen. Zwischen diesen belaubten Gruppen sollen große Lücken gelassen werden, in die blühende Sträucher gesetzt werden können. Am Ende soll ein gelockertes Bepflanzungsbild entstehen, das aber doch eine Abgrenzung zur freien Landschaft vorgeben wird.

Gepflanzt werden sollen Ahorne und Linden. Zum einen gelten diese Baumarten als insektenfreundlich, zum anderen sind sie im Dorferneuerungsplan als geeignet aufgelistet. Außerdem werden damit auch die vorhandenen Pflanzungen längs der Wirtschaftswege in der näheren Feldmark aufgegriffen.

Insektenfreundliche Bepflanzung

Im weiteren Bereich der Förster Straße, Richtung Kiesschacht, sind bereits kleinkronige Bäume zu sehen, die sich aber mit dem Standort doch „sehr schwer tun“. Sollten sie sich nicht „durchsetzen“ können, sondern eingehen, soll dort Zug um Zug die Gruppengestaltung mit Ahorn und Linde fortgeführt werden. Diese Baumreihe bietet letztendlich nicht nur Insekten Lebensraum, sondern auch der Vogelwelt, die hier ein geschütztes Rückzugs- und auch Fortbewegungsgebiet bekommt. Das wird in Fachkreisen verschiedentlich auch als Biotopvernetzung bezeichnet.

Der Weg führte weiter zu der Grünfläche Ecke Sandbucht/Mühlenbeu. Dort legte sich der Ortsrat einvernehmlich darauf fest, die natürlich ausgesamte Begrünung zu belassen und ganz bewusst auf eine „Kulturpflanzung“ zu verzichten. Zum einen habe sich dort bereits eine teilweise blühende Naturbegrünung aus sich selbst heraus entwickelt, zum anderen wolle man mit dem Erhalt beziehungsweise Belassen eine weitere Eigenentwicklung fördern. So bestünde schließlich die große Möglichkeit, der Insektenwelt, so etwa auch Schmetterlingen, kleinen, aber feinen Lebensraum zu bieten.

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