Torben Topel wird stellvertretender Vorsitzender

Wulften.  TSV Eintracht Wulften ehrt bei der Jahreshauptversammlung verdiente Mitglieder und wählt Vorstand.

Der Vorstand des TSV Eintracht Wulften zusammen mit den geehrten Mitgliedern und Wulftens Bürgermeister Henning Kruse (5.v.re.) nach der Jahreshauptversammlung.

Der Vorstand des TSV Eintracht Wulften zusammen mit den geehrten Mitgliedern und Wulftens Bürgermeister Henning Kruse (5.v.re.) nach der Jahreshauptversammlung.

Foto: Petra Bordfeld / HK

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung des TSV Eintracht Wulften wurde Torben Topel zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Vorsitzende Carmen Frisch bedankte sich bei den scheidenden und amtierenden Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz und die Bereitschaft, die Ehrenämter zu übernehmen. Während Frisch, Schatzmeister Rolf Haarmann und Oberturnwartin Wiebke Masselot in ihren Ämtern bestätigt wurden, erfolgten in allen anderen Ämtern Neuwahlen. In diesem Zusammenhang ehrte Frisch Rolf Haarmann, der seit 30 Jahren das Amt des Schatzmeisters innehat. „Wenn man so lange die Schatzkiste des Vereins hütet, dann sind 30 Jahre etwas ganz Herausragendes“, so Frisch.

Ferner ehrte die Vorsitzende Mitglieder, die sich besonderes engagiert hatten. Richard Kaliner, der seine langjährige Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins des TSV Eintracht Wulften beendet hatte, war schon früher im Vorstand tätig und wird dem Altherren-Fußball auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch ehrte sie Sven Schnurbusch, der im Rahmen des neuen Dart-Angebots des TSV im vergangenen Jahr der erste Dart-Vereinsmeister wurde.

Die Bedeutung von Zeit

Zuvor legte aber Frisch ihren Jahresbericht vor, den sie mit Dankesworten an ihre Vorstandskollegen, die Spartenleiter und den Förderverein für deren besonderen Einsatz und die geleistete Arbeit zum Wohl des TSV begann.

Dann ging sie auf die gemeinsame Zeit ein. „Zeit, die niemand missen möchte“, so Frisch. Sie mahnte an, dass man sich insbesondere Zeit für gemeinsame Stunden, Erfolge, Freunde, sportliche Aktivitäten, Freude, Miteinander und Neues im TSV Eintracht Wulften nehmen sollte. Denn auch im Sport habe die Zeit eine große Bedeutung, weil sie auch etwas mit der Zukunft zu tun habe. Wenn sie so weit nach vorne schaue, dann stelle sie sich die Frage, ob die Mitglieder überhaupt noch Zeit finden werden, in die Sporthalle zu kommen. „Stellen die Übungsleiter künftig Videos ins Netz, damit die Übungen zuhause geturnt werden können? Tragen wir Virtual-Reality-Brillen, hat jeder sein digitales Gerätetraining?“, fragte sie in die Versammlung.

Sportvereine seien über Jahre hinweg zentraler Bestandteil des Lebens eines Jeden gewesen. Heute stünden diese allerdings an einem Scheideweg, das gelte auch für den TSV Wulften. Bundesweit hätten in den vergangenen zehn Jahren Überalterung, Mitgliederschwund und fehlendes Ehrenamt 16.000 Vereine zur Auflösung gezwungen. Auch in der Region blieben wichtige Ehrenämter unbesetzt und Sportvereine lösten sich auf, resümierte die Vorsitzende. So sei es manchmal nur eine Stunde oder vielleicht ein Nachmittag im Sommer, der für die Gemeinschaft im TSV und den Erhalt von bestehenden Angeboten wichtig sei. „Diese TSV-Zeit prägt uns“, so die Vorsitzende.

Doch Frisch gab auch zu bedenken, dass Zeit nicht endlos ist. Daher appellierte sie an alle, die Zukunft des TSV mitzugestalten und zu sichern. Wenn die Mitglieder bereit seien, kleine Aufgaben zu übernehmen, ihre Mithilfe anböten, dann wäre es für einzelne kein so großer Zeitaufwand.

Auf die Menschen zugehen

Wichtig sei dabei aber auch, dass der Verein auch auf die Menschen zugehe und nicht darauf warte, dass sie von sich aus kämen. Auch Technisch müsse sich der Verein weiterentwickeln, dabei dürfe man aber nicht vergessen, sich viel mehr um Gesundheits- und Breitensport zu kümmern, auch wenn das die jungen Menschen häufig nicht interessiere, da diese ihre eigenen Sportarten erfinden würden. „Und genau die muss der Verein im Angebot haben, dann kommen sie zu ihm“, so Frisch in ihren Ausführungen. Denn: „Schließlich besteht die Sehnsucht nach Gemeinschaft weiter, auch wenn sie anders ausgelebt wird.“

Im Prinzip hätten die Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr gezeigt, dass der TSV Wulften, dessen Fußball-Sparte ihr 100-jähriges Bestehen feiern konnte, immer noch auf dem richtigen Weg sei.

Helga Maaß, Vorsitzende des Turnkreises Osterode, dankte dem TSV Wulften dafür, dass er den Turnkreis bei seinen Veranstaltungen nie habe im Regen stehen lassen. Sie wies darauf hin, dass der Turnkreis in diesem Jahr keine Lehrgänge durchführen wird, weil das Interesse bereits im Jahr 2019 sehr gering ausgefallen sei.

Petra Graunke, Geschäftsführerin des Kreissportbundes Göttingen/Osterode, brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass die Mitgliederzahl des TSV Wulften gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen sei. Sie sei sicher, dass Carmen Frisch und ihr Team das als positives Zeichen mit in das Jahr 2020 nehmen würden und es als Ansporn in die Aktivitäten des Vereines sehen könnten. „Der Weg scheint nicht falsch zu sein“, bilanzierte Graunke.

Abschließend ehrte die KSB-Geschäftsführerin zusammen mit dem Sportabzeichenbeauftragten Günter Thiele die langjährigen Vereinsmitglieder für deren Treue zum TSV Eintracht Wulften.

Ehrungen
Für 60 Jahre Mitgliedschaft: Heinz Bode, Werner Lakemann, Gert Fuchs, Wolfgang May und Gustav Geile
Für 50-jährige Mitgliedschaft: Olaf Bierbaum, Günter Rusteberg und Elfriede Jork
Für 25-jährige Mitgliedschaft: Robin Frisch, Fabian Froböse, Fred Schirmer und Hannelore Schibilski

Wahlen
Stv. Vorsitzender: Torben Topel
Schriftführer: Timo Heinrich
Tischtennis-Fachwart: Dominik Rewers
Frauenwartin: Ursel Eckardt
Fußballfachwart: Dario Schleicher
Platzkassierer: Klaus Wittke
Jugendwartin-Turnen: Lea Zimmermann
Ehrenrat: Bernd Strüver (aufgerückt)
Stv. Ehrenrätin: Elvira Schaper
Kassenprüfer: Wolfgang May und Astrid Thiele

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