Feier im Südharz

So wird im Südharz der Tag der Deutschen Einheit gefeiert

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Hinweisschild an der ehemaligen Grenze zwischen Walkenried und Ellrich. Hier wird auch das Rotbuchenfest gefeiert. 

Hinweisschild an der ehemaligen Grenze zwischen Walkenried und Ellrich. Hier wird auch das Rotbuchenfest gefeiert. 

Foto: Thorsten Berthold / Harzkurier

Bad Sachsa/Walkenried.  Ob Rotbuchenfest in Walkenried oder Meet & Greet mit Ex-Grenzern im Grenzlandmuseum Bad Sachsa - das ist alles am 3. Oktober geplant.

„Zusammen wachsen“ – unter diesem Motto steht die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit am Montag, 3. Oktober, in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt. Im Südharz kann man das Motto mit „Zusammen feiern“ umschreiben. Aber auch Erlebbar wird deutsch-deutsche Geschichte an diesem Tag gemacht.

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Im Mittelpunkt steht am 3. Oktober das große Rotbuchenfest auf der der L601/L1014 zwischen Walkenried und Ellrich. Exakt an der Stelle, an der die beiden deutschen Staaten in der Vergangenheit getrennt waren, feiern seit der Wiedervereinigung die Menschen aus West und Ost gemeinsam. Beginn des Markttreibens mit Händlern ist 10 Uhr, für die musikalische Unterhaltung sorgt DJ Lutz. Ab 11 Uhr geht es mit ökumenischem Gottesdienst und Andacht im Festzelt weiter.

Sonderstempel wird geboten

Ab 11.30 Uhr erfolgen Ansprachen des Landrates vom Kreis Nordhausen und der Bürgermeister aus Walkenried und Ellrich.

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Als Besonderheit wird an diesem Tag an der Rotbuche ein Sonderstempel der Harzer Wandernadel zu finden sein. Für Essen und Trinken ist während der gesamten Veranstaltung, die gegen 18 Uhr endet, gesorgt.

Grenzüberschreitender Radweg

Als Tipp: Seit dem Jahr 2021 ist der grenzüberschreitende Radweg zwischen Walkenried und Ellrich freigegeben, der genau in der Mitte hin zur Rotbuche führt. Und an einer Stelle findet sich sogar eine Sitzgruppe zur Rast.Die Idee hierzu hatten die beiden Pfarrer Heiner Reinhard (Walkenried) und Jochen Lenz (Ellrich) bei der Vorbereitung zum Gottesdienst zum Rotbuchenfest.

Während in Walkenried also traditionell gefeiert wird, bietet das Team vom Grenzlandmuseum Bad Sachsa beim 32. Jahrestag der Wiedervereinigung Deutschlands ein neues Format an: „Movie and Meet“. In einem Videoprojekt hat das Grenzlandmuseum Bad Sachsa den Versuch unternommen, die Geschichte(n) und Erlebnisse von Karl-Heinz Schneider und Rainer Strube, sie dienten zur gleichen Zeit beim bundesdeutschen Zoll beziehungsweise in den Grenztruppen der DDR vor 46 Jahren, der Nachwelt zu erhalten.

Alltag und Eindrücke schildern

In einer filmischen Dokumentation äußern sich die beiden zu ihren Motiven für den Dienst an der Grenze, zum dienstlichen Alltag und zu persönlichen Erlebnissen, die bis heute prägend und Teil ihres Lebens waren und sind.

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Die Dokumentation „Mitten in Deutschland“ wird am Tag der Deutschen Einheit im Grenzlandmuseum Bad Sachsa in drei Vorstellungen um 14, 16 und 18 Uhr gezeigt.

Mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen

Bei Bedarf wird kurzfristig auch eine Late-Night-Vorstellung ermöglicht. Jeweils im Anschluss an die Vorführungen besteht die Möglichkeit, mit den Protagonisten der Dokumentation ins Gespräch zu kommen – „Movie and Meet“ also.

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Der Eintritt in das Grenzlandmuseum Bad Sachsa beträgt an diesem Tag einheitlich nur 2 Euro, Kinder bis zwölf Jahre frei. Je Vorstellung sind 40 Plätze vorhanden, Reservierungen sind nicht möglich.