Grundsicherung

Kritik an Bürgergeld-Plänen: Was ist das Schonvermögen?

So sieht das neue Bürgergeld aus

So sieht das neue Bürgergeld aus

Ab Januar heißt Hartz IV nicht mehr Hartz IV, sondern Bürgergeld. Neben dem neuen Namen gibt es noch weitere Änderungen. So soll der Regelsatz auf 502 Euro steigen und die Sanktionen fallen künftig milder aus.

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Berlin.  Hartz IV soll bald durch das Bürgergeld ersetzt werden. Vorgesehen ist unter anderem ein höheres Schonvermögen. Das steckt dahinter.

Ende des Jahres 2022 soll Schluss sein mit Hartz IV. Das bisherige Arbeitslosengeld II soll durch das sogenannte Bürgergeld ersetzt werden. Vorgesehen sind unter anderem höhere Regelsätze und ein größeres Schonvermögen. Doch was genau ist das?

Bürgergeld und Hartz IV: Das bedeutet "Schonvermögen"

Dazu zählt laut Arbeitsagentur alles, was Empfängerinnen und Empfänger besitzen und was in Geld messbar ist. Daraus errechnet sich die Summe, die Beziehende besitzen dürfen, ohne dass es sich auf die Höhe der Bezüge auswirkt. Einen solchen Freibetrag gibt es auch bei Hartz IV: Je nach Alter beträgt er zwischen 3.100 und 10.050 Euro. Wer mehr besitzt, muss das Geld als Lebensunterhalt verbrauchen, bevor Hartz IV gezahlt wird. Während der Corona-Pandemie wurde die Vermögensprüfung allerdings ausgesetzt, sodass Empfängerinnen und Empfänger derzeit mehr besitzen dürfen.

Ein Freibetrag ist auch beim Bürgergeld geplant. Allerdings fällt er höher aus als bei Hartz IV – pro Person ist eine Summe von 15.000 Euro geplant. Zudem soll es eine einjährige Karenzzeit geben, in der noch höhere Vermögensgrenzen gelten.

Wie hoch ist das Schonvermögen beim Bürgergeld?

Konkret ist ist während der einjährigen Karenzzeit ein Schonvermögen von 40.000 Euro vorgesehen. Leben mehrere Menschen in einer sogenannten Bedarfsgemeinschaft, etwa in einer Familie, gilt der Betrag nur für die erste Person – für jede weitere kommen 15.000 Euro dazu. Für eine Familie mit vier Personen würde sich zum Beispiel ein Betrag von 85.000 Euro ergeben. Lesen Sie dazu: Lohnt sich arbeiten beim Bürgergeld noch? Wir haben es berechnet

(nfz/mit dpa)

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.