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Hartz-IV-Nachfolger: Ab wann gibt es das Bürgergeld?

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So sieht das neue Bürgergeld aus

So sieht das neue Bürgergeld aus

Ab Januar heißt Hartz IV nicht mehr Hartz IV, sondern Bürgergeld. Neben dem neuen Namen gibt es noch weitere Änderungen. So soll der Regelsatz auf 502 Euro steigen und die Sanktionen fallen künftig milder aus.

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Berlin.  Das Bürgergeld soll Hartz IV ersetzen. Millionen Menschen könnten bald mehr Geld bekommen. Doch ab wann soll es das Bürgergeld geben?

  • Hartz IV wird bald durch das Bürgergeld ersetzt
  • Die Ampel-Koalition reformiert damit die Grundsicherung in Deutschland
  • Doch ab wann können Empfängerinnen und Empfänger mit dem Bürgergeld rechnen?

Es ist eines der großen Prestige-Projekte, das die SPD und allen voran Arbeitsminister Hubertus Heil in der Ampel-Koalition durchgesetzt haben: Das Bürgergeld. Als Grundsicherung soll es das bisherige Arbeitslosengeld II – umgangssprachlich Hartz IV genannt – ersetzen. Millionen Menschen hoffen durch die Reform auf mehr Geld. Doch ab wann soll das Bürgergeld eigentlich ausgezahlt werden?

Bürgergeld: Das sind die Pläne der Bundesregierung

Auch wenn die Bundesregierung die geplante Einführung des Bürgergeldes gern als Neuausrichtung der Grundsicherung anpreist: Eigentlich handelt es sich dabei vielmehr um eine Reform des bestehenden Systems. Viele Grundzüge werden von Hartz IV übernommen. Doch in den Plänen der Ampel-Koalition finden sich auch einige Neuerungen. Dazu gehören:

Die geplanten Änderungen hätten Auswirkungen auf über fünf Millionen Menschen, die in Deutschland derzeit Hartz IV beziehen. Arbeitslos ist allerdings nur ein Teil davon – der Rest sind sogenannte Aufstocker, die wegen ihres geringen Einkommens zusätzlich Grundsicherung erhalten.

Ab wann wird das neue Bürgergeld ausgezahlt?

Die Bundesregierung plant, Hartz IV ab dem 1. Januar 2023 durch das Bürgergeld zu ersetzen. Nachdem der Streit mit der Union, die das Vorhaben im Bundesrat blockiert hatte, beigelegt ist, soll an diesem Termin festgehalten werden.

In den Jobcentern könnte das allerdings zu Problemen führen, da diese einige Zeit brauchen, um die Umstellung vorzubereiten. Die Personalräte der Jobcenter warnten bereits vor einer Überlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – und forderten eine Verschiebung.

Derzeit sieht es danach aus, als würde das Bürgergeld stufenweise eingeführt werden. Zum 1. Januar 2023 sollen in jedem Fall die Regelsätze steigen. Andere Neuerungen werden dagegen womöglich erst im Laufe der nachfolgenden Monate umgesetzt. (nfz)

Dieser Artikel erschien zuerst bei morgenpost.de.