Waldbrandgefahr

Hitzewelle: Waldbrandgefahr in Niedersachsen steigt

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In Niedersachsen ist die Waldbrandgefahr gestiegen. (Symbolbild)

In Niedersachsen ist die Waldbrandgefahr gestiegen. (Symbolbild)

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Lüneburg.  Die erste heiße Phase des Sommers 2021 startet durch. Auch die Waldbrandgefahr steigt. Besonders geschützt werden sollten Haus- und Nutztiere.

Pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang am Montag (21. Juni) rollt die erste Hitzewelle des Jahres auch im Norden an. Tropische Nächte mit mehr als 20 Grad werden bis zum Wochenende erwartet. Angestiegen ist auch die Waldbrandgefahr in Niedersachsen. „Im Wendland und Teilen der Lüneburger Heide haben wir schon die höchste Gefahrenstufe fünf, landesweit liegen wir bei vier“, sagte Knut Sierk, Sprecher der Landesforsten, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Die Rahmenbedingungen für die Entstehung der Waldbrände sind da.“ Wärme allein sage noch nichts über die Gefahr aus, entscheidend sei die fehlende Feuchtigkeit.

100 Brände wurden an die Feuerwehren gemeldet

Die Waldbrandzentrale in Lüneburg sei bisher an 33 Tagen besetzt gewesen - dies geschieht ab Stufe drei. Sie habe an die 100 Brände entdeckt und an die Feuerwehren gemeldet. „Das ist relativ viel“, betonte Sierk. Auch Spaziergänger meldeten oft kleine Brandherde. „Deshalb bin ich auch dagegen, dass man Wälder bei Waldbrandgefahr sperrt. Menschen, die zündeln, können das dann ganz unbeobachtet tun“, erklärte er.

Darauf sollten Waldbesucher verzichten

Die Landesforsten bitten darum, dass im Wald nicht geraucht wird und die Waldwege offengehalten werden. Manche Besucher parken ihre Autos vor den Absperrbalken, so dass keine Rettungsfahrzeuge mehr durchkommen. Ein besonderes Problem sind Einweggrills, die vielfach zurückgelassen werden. „Das ist wirklich ein Fluch“, erklärte Sierk, „die Stulle für die Wanderung ist besser als das Steak im Wald zu grillen“.

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Das sollten Tierhalter beachten

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium appellierte an Tierhalter, für Schatten, Kühlung und ausreichend Wasser zu sorgen. In der Nutztierhaltung reagiere besonders Geflügel empfindlich auf hohe Außentemperaturen vor allem bei hoher Luftfeuchte. Auch Haustiere wie Hunde, Meerschweinchen oder Vögel sollten vor der prallen Sonne geschützt werden und immer genug Flüssigkeit haben. Anfang nächster Woche soll die Hitze abebben, am Freitag und am Wochenende bleibt es heiß, Unwetter sind möglich.

Weniger Wasser in Niedersachsens wichtigen Stauseen

In den für die Trinkwasserversorgung weiter Teile Niedersachsens wichtigen Stauseen befänden sich unterdessen 20 Millionen Kubikmeter weniger Wasser als im langjährigen Mittel, teilten die Harzwasserwerke mit. Der Füllungsgrad der sechs Talsperren liege bei 64 Prozent. Üblich seien Mitte Juni 75 Prozent. Der überdurchschnittliche Regen im Mai habe jedoch den Abwärtstrend und die Situation an den Talsperren etwas entspannt.

Snow Dome in Bispingen öffnet wieder

Nach coronabedingter Schließung sind Skifahrer von Freitag an im Snow Dome in Bispingen wieder willkommen. Trotz - oder vielleicht auch wegen - der heißen Temperaturen gibt es zum Saisonstart viele Anfragen für den kühlen Spaß in der Lüneburger Heide.

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