Schwer verletzte Frau gerettet

Osterode  Einsatzkräfte rückten am Sonntag zur Sösetalsperre aus, um 68-Jähriger zu helfen.

Es waren Wanderer, die die hilflose 68-jährige Frau aus der Samtgemeinde Bad Grund am Sonntagnachmittag auf dem Fischereilehrpfad am Ufer der Sösetalsperre entdeckten, Erste Hilfe leisteten und die Rettungskräfte riefen.

Die Frau war beim Übersteigen eines über dem Weg liegenden Baumes gestürzt und hatte sich schwer an der Hüfte verletzt. Sie wurde unterkühlt aufgefunden.

Da der genaue Unfallort, 400 bis 500 Meter von der Staumauer aus in Richtung Riefensbeek entfernt, den Einsatzkräften zunächst nicht bekannt war, sammelten sie sich auf dem Parkplatz an der Sösetalsperre.

Bäume versperrten den Weg

Zu Hilfe gerufen wurden wegen des vielen Neuschnees neben einem Rettungswagen auch die Gelände-Rettung aus Bad Lauterberg, die allerdings schon nach wenigen Meter im Wald vor einem umgestürzten Baum stand, und der ASB Bad Lauterberg samt Quad. Ein Rettungswagen versuchte zudem, die Einsatzstelle aus Richtung Riefensbeek zu erreichen, ebenfalls ohne Erfolg, denn der Waldwege war tief verschneit, und auch hier versperrten Bäume den Weg, die der Orkan Friederike geworfen hatte. Ein Freischneiden hätte bis in den späten Abend gedauert.

Feuerwehr alarmiert

Nach dieser Rückmeldung erfolgte gegen 16 Uhr die Alarmierung der Feuerwehren Osterode und Riefensbeek, um die Rettungswege freizumachen. „Vorsichtshalber haben wir noch während der Anfahrt zur Einsatzstelle den an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Katzenstein stationierten Unimog angefordert“, berichtet der Osteroder Ortsbrandmeister Thomas Riedel.

Von der Dammkrone der Sösetalsperre aus machten sich die Besatzungen schließlich zu Fuß auf den Weg zur Patientin. Denn von der Staumauer war ein Zugang nur über eine nicht befahrbare Treppe möglich. Der Trupp des Rettungsdienstes sorgte dann für eine Erstversorgung der Verunglückten, der Zugführer unterstützte dort und forderte weitere Einsatzmittel wie geländetaugliche Krankentrage sowie den Notarzt zur Schmerztherapie an. Der auf halbem Weg liegende Baum wurde beseitigt.

Nachdem die Versorgung vor Ort durch Rettungsdienst und Notarzt abgeschlossen war, erfolgte der Transport der Patientin zum Rettungswagen, der inzwischen ebenfalls an der Staumauer bereitstand. Wie die Feuerwehr Osterode informierte, dauerte der gesamte Einsatz etwa zwei Stunden.

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