Große Freude beim Wiedersehen – Kita-Betrieb während Corona

Herzberg.  In den sieben Kindertagesstätten im Herzberger Stadtgebiet läuft seit Montag der sogenannte „eingeschränkte Regelbetrieb“. Wie das funktioniert.

Kinder im Katholischen Kindergarten beim Spielen mit den Erzieherinnen.

Kinder im Katholischen Kindergarten beim Spielen mit den Erzieherinnen.

Foto: Paul Beier / HK

Vom 16. März bis 19. Juni erfolgte in den drei städtischen und vier kirchlichen Kindertagesstätten im Herzberger Stadtgebiet gemäß Verordnungen nur ein „Notbetrieb“. Seit Montag, 22. Juni, findet nach dem derzeitigen Stand ein „eingeschränkter Regelbetrieb“ statt (wir berichteten). Nach Aussagen von Raimund Päckers, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, können alle in den Kitas angemeldeten Kinder kommen. Die Betreuungszeit beträgt je nach Entscheidung der einzelnen Einrichtungen zwischen sechs und sechseinhalb Stunden. Nach bisherigen Erfahrungen öffnen die Kindergärten zwischen 7.30 und 8 Uhr.

Nach derzeitigem Stand ist noch geplant, die Krippen in Herzberg wie jedes Jahr für drei Wochen während der Sommerferien zu schließen, damit das Personal einen Teil des Erholungsurlaubs nehmen kann. Über eine Ferienbetreuung in den Kindergärten und im Jugendzentrum (für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren) wurde noch nicht entschieden.

Riesengroße Freude

Nach der Öffnung der Kindergärten am vergangenen Montag im „eingeschränkten Regelbetrieb“ sei die Freude bei den Kindern riesengroß gewesen, als sie wieder in den Kindergarten kommen durften, sagte die Leiterin des Mahnte-Kindergartens, Andrea Hönig. Während der Zeit, in der nur „Notbetreuung“ angeboten werden durfte, musste die Hälfte der Kinder zu Hause bleiben. Vor der „Corona-Pandemie“ hatte es im Mahnte-Kindergarten 15 Kinder in der „Frühschicht“ und 33 Kinder in der „Spätschicht“ gegeben. Entsprechend der derzeitigen Einschränkungen bei den Öffnungszeiten habe man diese auf die Zeit von 8 bis 14 Uhr festgelegt, so Andrea Hönig. Nach 6 Stunden wird die Betreuung beendet.

Die Krippe, in der in der Zeit vom 22. bis 26. Juni die Kleinsten von 7 bis 16 Uhr betreut wurden, verkürzt die Abholzeit ab dem 29. Juni auf 15 Uhr. Grund dafür sei der Urlaub einer Mitarbeiterin, die vollen Einsatz bei der Notbetreuung aufbringen musste sowie die Verordnung, wonach keine „Externen“ als Vertretungen eingesetzt werden dürfen, sagte Hönig. Derzeit ist eine Ferienbetreuung für 13 Kindergartenkinder (mit einer Betreuerin) und für zwei Krippenkinder (mit zwei Betreuerinnen) geplant.

Ein Problem ist auch, dass eine Mitarbeiterin sich derzeit einer längeren Rehabilitationsmaßnahme unterziehen muss. Der Urlaub müsse sein, weil die Mitarbeiterinnen wegen der „Corona-Belastungen stark beansprucht“ seien, so Hönig. Zu den Sicherheitsbestimmungen gehört weiterhin, dass die Kinder nur am Eingang jeweils abgegeben und abgeholt werden dürfen. Das Betreten des Kindergartens ist nur in besonderen Fällen mit der Erlaubnis der Leiterin gestattet. Maskenpflicht besteht weiterhin auch für das Personal, wenn es zu Kontakten mit anderem Personal kommt.

Dreiviertel-Tag

Im Katholischen Kindergarten Am Magisterberg gilt der sogenannte „Dreiviertel-Tag“, so die Leiterin Martina Robrecht. Das Eintreffen der Kinder liegt morgens im Zeitfenster von 7.30 bis 8.45 Uhr und die Abholung im Zeitfenster von 12.45 bis 14 Uhr. Damit beträgt der Betreuungszeitraum sechs bis sechseinhalb Stunden. Auf die Phase der „Notbetreuung“ folgte ebenfalls ab dem 22. Juni der „eingeschränkte Regelbetrieb“ für die Kindergartengruppe und die Krippe.

Für die „Neuen“, die nach den Sommerferien in den Kindergarten kommen, findet derzeit täglich eine drei- bis vierstündige „Gewöhnung“ statt, so Martina Robrecht. Da die Mitarbeiterinnen auch Notgruppen – zunächst mit fünf, dann mit elf Kindern und dann im Rahmen einer erweiterten Notgruppe mit der Hälfte der Kinder – betreut haben und zum Teil zu Risikogruppen gehören, macht der Kindergarten geschlossen Ferien vom 20. Juli bis 7. August.

Auch Robrecht berichtet von der großen Freude der Kinder, als sie am vergangenen Montag mit ihren seit Monaten nicht mehr gesehenen Spielgefährtinnen und Spielgefährten wieder zusammenkommen und spielen durften.

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