Zum Saisonende: Neue Piloten beim LSV Aue/Hattorf

Hattorf.  Tim Kunert, Marian Linke und Kevin Herb legten ihre Prüfung zum Segelflugpiloten ab.

Tim Kunert, Marian Linke mit ihrem Prüfer (v.l.).

Tim Kunert, Marian Linke mit ihrem Prüfer (v.l.).

Foto: Verein

Am vergangenen Wochenende beendeten die Segelflieger des LSV Aue/Hattorf ihre Saison für dieses Jahr mit dem traditionellen Abfliegen. Zuvor konnten die Piloten bei schönstem Herbstwetter noch einmal den traumhaften Ausblick auf den Harz und die Region um Hattorf bei kleineren Rundflügen genießen.

Zum Abend trafen sich dann alle Mitglieder im Vereinsheim um die Saison bei einem gemütlichen Abend ausklingen zu lassen und die Highlights in geselliger Runde nochmal Revue passieren zu lassen. Der Vorsitzende Christian Brune lobte die schöne und vor allem unfallfreie Saison, deren Höhepunkt das Flugplatzfest mit seinen tollen Flugvorführungen war.

Prüfung zum Segelflugpiloten

Für drei Mitglieder hielt das Saisonende dann noch eine ganz große Freude bereit. Nach vielen Monaten der Ausbildung und des Übens mit viel Theorie konnten – kurz vor Schluss – noch Tim Kunert (19), Marian Linke (23) und Kevin Herb (32) ihre Prüfung zum Segelflugpiloten ablegen und somit ihre Pilotenlizenz in den Händen halten. Alle drei legten ihre praktische Prüfung mit einem großen Lob der Prüfer ab. Die Flugschüler mussten drei Platzrunden fliegen und dabei alle entscheidenden Manöver vorführen. Der Prüfer übernahm den Platz des Fluglehrers und beurteilte die Fähigkeiten der angehenden Piloten.

In den Tagen vor dem Abfliegen trafen sich die Senioren des Vereins zu ihrem Seniorennachmittag. Unter ihnen sind zahlreiche Mitglieder, die den Verein noch aus den Anfangszeiten kennen oder ihn gar mit begründet haben. Sie treffen sich jedes Jahr, um Geschichten aus ihrer aktiven Fliegerzeit zu erzählen und sich über die Entwicklungen im Verein zu informieren.

Das Ende der Flugsaison bedeutet jedoch nicht auch das Ende der Arbeit. Nachdem am Wochenende ebenfalls alle Flugzeuge des Vereins auf Herz und Nieren durch einen sachverständigen Prüfer untersucht wurden, geht es jetzt an die Winterarbeit. Jedes Flugzeug wird gereinigt, poliert und eventuelle Schäden werden fachgerecht durch technisches Personal repariert. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei immer der Oberfläche des Flugzeugs, da nur eine perfekte Oberfläche die maximale Leistung erzielen kann.

Ganz aufs Fliegen verzichten müssen die Piloten jedoch nicht. Grade im Herbst und Winter richtet sich das Augenmerk der Segelflieger zum einen Richtung Ith (Hameln-Pyrmont), da hier bei günstigen Wetterlagen am Hang geflogen werden kann und zum anderen Richtung Harz, wo es bei idealen Winden Schwerewellen gibt, die für Segelflieger eine schöne Abwechslung zur Thermik bieten. Hier können die Piloten durch die Wellen besonders hoch fliegen und so den einen oder anderen persönlichen Höhenrekord brechen. Voraussetzung dafür ist starker Wind und ein quer zum Wind ausgerichteter Höhenzug. Im Harz ist das der Acker vom Stieglitzeck bis Osterode oder der Brocken.

Für die Flugschüler wird es im Winter wieder um die nächsten Schritte in ihrer Ausbildung gehen. Schließlich wollen auch sie die Lizenz so schnell wie möglich in den Händen halten. Die ehrenamtlichen Fluglehrer des Vereins werden ihnen im Winter wieder allerhand theoretisches Wissen vermitteln, welches die Grundlage für einen guten Piloten bildet.

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