„Handy weg – helfen!“: Nachwuchsfilmer aus Pöhlde gewinnen Preis

Pöhlde.  In dem Film der 13 Jugendlichen geht es um Smartphone-Nutzung, Gaffer und Erste Hilfe bei Unfällen. Die Botschaft gefiel der Jury eines Wettbewerbs.

Der Film zeigt Jugendliche, die einen Motorradunfall mitbekommen und dann andere, die vollkommen in ihre Smartphones vertieft sind, um Hilfe bitten.

Der Film zeigt Jugendliche, die einen Motorradunfall mitbekommen und dann andere, die vollkommen in ihre Smartphones vertieft sind, um Hilfe bitten.

Foto: Screenshot Youtube

„Handy weg – helfen!“: So lautet der Titel eines Films der Nachwuchsfilmemacher der evangelischen Jugend Pöhlde. Mit dem Film haben sie sich am Wettbewerb #wasmichbewegt der Heinrich-Dammann-Stiftung beworben und einen Preis gewonnen. Die Stiftung fördert evangelische Jugendarbeit in der Landeskirche Hannovers. Unter anderem eben mit diesem Wettbewerb, bei dem die Teilnehmer Kurzfilme zu Themen, die sie bewegen, einreichen konnten.

Die Pöhlder Jugendlichen machten sich ans Werk, nahmen sich das große Thema Digitalisierung vor und brachen es auf eine eingängige Botschaft herunter. Ein Film, der unter eine Minute lang sein sollte, so die Vorgabe, doch für diese knappe Minute bedurfte es von allen 13 Beteiligten immerhin zwölf Stunden Arbeit, inklusive Dreh und Schnitt.

Die Kunst lag hier also vor allem in der komprimierten Botschaft. Es entstand ein Film, in dem Jugendliche einen Motorradunfall mitbekommen und dann andere, die vollkommen in ihre Smartphones vertieft sind, um Hilfe bitten. Eine kurze Sequenz, die jedoch das gesamte Thema der Handysucht anspricht und im Grunde deutlich macht, dass es im Leben nun einmal Situationen gibt, in denen Prioritäten gesetzt werden müssen.

Das Gewinner-Video der Jugendlichen aus Pöhlde

Auf die Idee kamen sie unter anderem durch eine Diskussion über das Thema der Gaffer, das ja nicht nur Jugendliche umtreibt. Offenbar empfand das auch die Jury so, denn bei der großen Preisverleihung in Hannover wurden die Pöhlder plötzlich für den Gesellschaftspreis – eine von vier Kategorien – auf die Bühne gerufen. Dabei waren die jungen Filmemacher alles andere als siegessicher. „Also zuerst hatten wir ja schon ein gutes Gefühl“, erzählen sie, „doch beim Ansehen der anderen Beiträge wurde es dann ein wenig schlechter.“ 13 Filme waren es insgesamt, etwa 90 Teilnehmer, sie alle hatten sich den derzeit für Jugendliche wichtigen Themen gewidmet.

750 Euro Preisgeld gab es – das wird natürlich gemeinsam „verbraten“, sind sie sich einig. Auf der Wunschliste steht etwa eine Kletteraktion oder einen Besuch im Escape-Room. Doch das Gewinnen war gar nicht mal das wichtigste: Sie alle nämlich erzählen begeistert vom Erlebnis einer solchen Gala mit großem Buffet und Besuch mit Führung beim NDR. All das schweißte sie noch enger zusammen, machte Spaß und war in jedem Fall ein tolles gemeinsames Erlebnis. khl

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