Niederländer erwerben Mehrheit der Jungfer-Druckerei

Herzberg  Nur Andreas Wulf behält seine Anteile. Vertrieb und Kundenbetreuung für den deutschsprachigen Raum werden weiterhin von Herzberg aus geleitet.

Die Koninklijke Drukkerij Em. de Jong aus Baarle-Nassau in den Niederlanden hat am 18. Mai die Anteile an der Jungfer Druckerei und Verlag GmbH des Geschäftsführers Guido Lang sowie des Prokuristen Roger Mellinghausen übernommen und hat damit die Mehrheit an der Gesellschaft erworben. Der bisherige Geschäftsführer Andreas Wulf behält seine Anteile, die Geschäftsführung der Gesellschaft wird unverändert von ihm fortgeführt. Das teilten beide Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung am Mittwochnachmittag mit.

Weiter heißt es: Die Vertriebsaktivitäten sowie die Kundenbetreuung für den deutschsprachigen Raum werden weiterhin von Herzberg aus geleitet. Die Übernahme betrifft auch die Tochtergesellschaften SilverLynx Media GmbH und Rototov BV.

Gesamtumsatz 400 Millionen Euro

„Durch den Zusammenschluss werden die beiden Unternehmen der Marktführer in Europa im Segment Werbebeilagen mit einem Gesamtpapierverbrauch von etwa 480 000 Tonnen, 1 300 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von mehr als 400 Millionen Euro sein“, schreibt die Geschäftsführung weiter.

Die Unternehmensgruppe werde sich voll und ganz auf integrierte Lösungen für den Einzelhandel im Bereich der Printmarketing-Kommunikation mit dem Fokus auf die Marktgebiete Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich und Großbritannien konzentrieren. Mit diesem Schritt werde das umfangreiche Service- und Dienstleistungsportfolio in der sich zunehmend konsolidierenden und internationalisierenden Druckindustrie weiter verbessert, heißt es abschießend.

Über die Jungfer Druckerei und Verlag GmbH

Die Jungfer Druckerei und Verlag mit Sitz in Herzberg erzielt mit 360 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro. Das inhabergeführte Unternehmen gehört mit seinem hochmodernen und innovativen Maschinenpark zu den führenden Rollenoffset-Druckereien in Deutschland im Bereich der Prospektherstellung. Seit mehr als 40 Jahren werden Kunden aus allen Bereichen des Einzelhandels bedient.

Mit neun Rotationsdruckmaschinen und mehreren Einsteckmaschinen werden jährlich 130 000 Tonnen Papier verarbeitet. Bereits 2011 investierte das Unternehmen in eine innovative eigene Energieversorgung, die es ermöglicht, besonders umweltfreundlich zu produzieren.

Seit 2009 ist Jungfer Druckerei und Verlag GmbH über ihre Tochtergesellschaft Rototov BV in den Niederlanden aktiv. Im Jahr 2010 wurde der Service mit der Gründung von SilverLynx Media GmbH in Herzberg gestärkt.

Über die Koninklijke Drukkerij Em. de Jong

Die Koninklijke Drukkerij Em. de Jong, in Baarle-Nassau buchstäblich an der Grenze zwischen den Niederlanden und Belgien ansässig, ist ein 1906 gegründetes Familienunternehmen und gehört mit ihren Schwesterunternehmen Janssen/Pers Rotatiedruk (Gennep, Niederlande), Kampert-Nauta (Oss, Niederlande) Mercator Press (Jabbeke, Belgien), Casterman Printing (Tournai, Belgien) und Dessain Printing (Mechelen, Belgien) zu den Hauptakteuren auf dem europäischen Markt für Werbebeilagen.

Durch eine expansive Investitionspolitik konnten die Druckereien ihre Position in den letzten Jahren weiter ausbauen.

Die Unternehmen konzentrieren sich auf integrierte Lösungen für den Einzelhandel: Prospekte, POS-Materialien, Marketingmaterialien, lokale Marketingtools und Web-2-Print-Lösungen. Mit einem sehr modernen und effizienten Maschinenpark, der unter anderem aus 21 Rotationsdruckmaschinen besteht, darunter zwei 96-Seiten-Druckmaschinen, werden jährlich mehr als 350 000 Tonnen Papier mit insgesamt rund 1 000 Mitarbeitern verarbeitet.

Neben dem Rollenoffsetdruck im Coldset- und Heatsetverfahren sind die Unternehmen im Bogenoffsetmarkt und im digitalen Markt mit innovativen Automatisierungslösungen erfolgreich tätig. Die Druckereien sind in den Niederlanden und in Belgien Marktführer im Bereich der Werbebeilagen und konzentrieren sich durch den lokalen Vertrieb auf den Markt für Werbebeilagen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. rtl

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