Zorger Sportplatz erstrahlt in neuem Grün

Zorge.  Die Sanierung des Kunstrasenplatzes ist offiziell beendet. Alle Beteiligten sind stolz auf das Ergebnis.

Freuen sich über den Abschluss der Arbeiten (von links): Heidi Bothe, Christopher Wagner, Nils Bernhard, Hans Bothe, Dr. Christoph Schwan und Dirk Mühlenweg auf dem sanierten Kunstrasenplatz.

Freuen sich über den Abschluss der Arbeiten (von links): Heidi Bothe, Christopher Wagner, Nils Bernhard, Hans Bothe, Dr. Christoph Schwan und Dirk Mühlenweg auf dem sanierten Kunstrasenplatz.

Foto: Thorsten Berthold / HK

Fast bedächtig geht Dr. Christoph Schwan auf die Knie, schaut und streicht das Grün, dass aber kein Rasen, sondern texturierte Faser ist. „Das ist der beste Platz, bei dem ich verantwortlich bin, der je verlegt wurde“, erklärt er lächelnd. Und so wundert es wenig, dass der offizielle Akt, die Abnahme des sanierten Kunstrasen-Sportplatzes in Zorge am Ende bei allen Beteiligten erfreute Gesicherter hinterließ. Allen voran beim Vorsitzenden des SV, Nils Bernhardt. „Es ist wirklich schön geworden, das Ergebnis ist super“, betont er. Das Resultat der Arbeiten in den vergangenen Wochen kann sich auch sehen lassen: Alles wurde sauber geschnitten, es gibt keine Kanten, der gesamte Kunstrasen wirkt wie eine große Fläche, die dort schon immer gelegen hat. Das ist alles andere als selbstverständlich, misst der Platz doch immerhin stolze 6.650 Quadratmeter.

180 Tonnen Sand als Unterbau

Stolz ist Dirk Mühlenweg von der Firma Polytan, die die Arbeiten vorgenommen hat, aber nicht nur auf die Decke mit dem Kunstrasen, sondern auch auf den Unterbau, den man komplett erneuert hat. „Wir haben hier 180 Tonnen Sand verlegt“, erklärt er im Beisein des Vorsitzenden, des Architekten, von Ortsbürgermeister Hans Bothe, dessen Ehefrau Heidi Bothe, die zugleich Schatzmeisterin beim SV Zorge ist, und Christopher Wagner, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Walkenried, dem Eigentümer des Platzes. Das merkt jeder auch gleich beim ersten Schritt auf dem Grün. „Der Belag ist deutlich schonender für die Gelenke, das Ballverhalten ist allerdings anders, dass werden die Spieler merken und müssen sich darauf neu einstellen“, erklärt Mühlenberg.

Ortsbürgermeister Hans Bothe stellt dabei noch etwas fest: „Das werden die Kicker auch in ihren Beinen merken, hierauf ist ein Sprint deutlich anstrengender als auf dem alten Kunstrasen.“

Der alte Kunstrasenplatz an gleicher Stelle war im Jahr 1993 erbaut worden, „mit einer Lebenserwartung von 20 Jahren. Die haben wir dank großer Pflege deutlich verlängert“, erklärte Nils Bernhardt noch im Rahmen der Feier des 150-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr.

2015 wurde das Projekt gestartet

Die ersten Ideen und Arbeiten zur Sanierung wurden im Jahr 2015 vorgenommen – allen voran eine Leistung des langjährigen und ehemaligen Vorsitzenden des SV Zorge, Frank Levin. Er war es auch, der gemeinsam mit dem Vorstand und den weiteren Mitgliedern auf Spenden und Sponsorensuche ging, wobei der Verein hier verschiedene Hilfen in Anspruch nehmen konnte. Denn die Kosten für das 260.000 Euro teure Projekt sind klar aufgeteilt: 20 Prozent kamen vom Sportstättenförderprogramm des Landkreises Göttingen, 30 Prozent vom Landessportbund und 30 Prozent an Mitteln musste die Gemeinde Walkenried aufbringen. Das besondere war aber der Anteil des Sportvereins selbst: Rund 52.000 Euro brachte man durch Spenden und Eigenleistung in das Projekt mit ein.

Beim Verein ist man insgesamt glücklich, dass alles noch geklappt hat, denn der Baubeginn hatte sich aufgrund mehrerer Faktoren um knapp zwei Jahre verzögert. Davon ist nun aber keine Rede mehr, das Ergebnis spreche für sich selbst, wie Nils Bernhardt und auch Heidi Bothe erklären.

Die Frage, wann und wie die offizielle Eröffnung des Platzes stattfinde, kann der Vorsitzende aktuell noch nicht beantworten. „Aufgrund der Corona-Pandemie müssen wir schauen, wann solch ein Termin realistisch und ohne große Gefahren stattfinden kann“, beschreibt er das weitere Vorgehen. Ideen wie man die Eröffnung zelebrieren könne, gibt es hingegen bereits. Unter anderem sei eine Option, die Partie einer Traditionsmannschaft des Vereins gegen einen Gegner aus dem Kreis.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder