Schüler entdecken den Nationalpark Harz

Zorge.  Schulen aus Clausthal-Zellerfeld und Herzberg landen beim Wettbewerb zum Grünen Klassenzimmer auf dem Treppchen.

Die ehemalige Klasse 8b der Robert-Koch-Schule Clausthal-Zellerfeld sicherte sich mit ihrem Projekt „Wir wollen es wissen“ den ersten Platz des Wettbewerbs zum Grünen Klassenzimmer.

Die ehemalige Klasse 8b der Robert-Koch-Schule Clausthal-Zellerfeld sicherte sich mit ihrem Projekt „Wir wollen es wissen“ den ersten Platz des Wettbewerbs zum Grünen Klassenzimmer.

Foto: Karl-Heinz Wolter / HK

Die Gewinner des Wettbewerbs „Entdeckt die Wildnis im Grünen Klassenzimmer des Nationalparks Harz“ stehen fest: Der erste Preis geht an die ehemalige Klasse 8b der Robert-Koch-Schule Clausthal-Zellerfeld, Platz Zwei belegt die Kooperationsklasse der Schule am Kastanienplatz der Lebenshilfe Herzberg und den dritten Platz die 8c (jetzt 9c) der Oberschule Herzberg. Sie wurden jetzt bei der Firma der Harz Guss Zorge im Beisein von Vertretern der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, Harz Guss Zorge und des Nationalparks ausgezeichnet. Der erste Platz ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert, der Zweite mit 300 Euro und der dritte Platz mit 100 Euro, zudem erhielten die drei Erstplatzierten bei Harz Guss hergestellte Pokale.

Der Wettbewerb mit den Themen „Wildnis entdecken“ und „Biologische Vielfalt“ fand im Herbst 2018 und Frühjahr 2019 für Schulen des Südharzes und Oberharzes unter Federführung des Nationalpark-Besucherzentrums Torfhaus statt in Kooperation mit der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Die Stiftung wie auch Harz Guss Zorge förderten und unterstützten das Projekt, um das Zusammenwirken zwischen Industrie und Natur hervorzuheben.

Eine Expeditionen in die Wildnis des Nationalparks Harz

Die teilnehmenden Klassen stellten ihre Motivation in kreativer Form dar, um an einer Expedition in den Nationalpark Harz teilzunehmen. Anschließend fanden in Form von Tagesexkursionen die Expeditionen in die Wildnis des Nationalparks Harz rund um Torfhaus statt. Im Anschluss erstellten die teilnehmenden Klassen in ihren Schulen die Erfahrungsberichte, die ebenfalls Bestandteil des Wettbewerbes waren. Die Ergebnisse daraus stellten die Schüler vor der Preisverleihung vor – und schilderten ihre Erfahrungen im Nationalpark Harz. Die Herzberger Oberschüler präsentierten ihre Arbeit mit dem Titel „Kunst durch Perspektivwechsel“ und „Kunst trifft Lebensräume“. Dabei ist auch ein Jahreskalender für 2020 entstanden.

Der Titel der Projektarbeit der Schüler der Kooperationsklasse der Lebenshilfe lautete „Auf in die Wildnis“. Die Siegerklasse aus Clausthal-Zellerfeld hatte sich bereits bei der Bewerbung kreativ gezeigt und einen Videofilm eingereicht. Ihr Leitthema „Wir wollen es wissen“ bezog sich auf die Probleme des Waldes und deren Ursachen. Sie präsentierten ihr Ergebnis in einem Hörspiel und in einem Magazin.

Torsten Stein, Geschäftsführer der Harz Guss Zorge GmbH, begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Überblick über die Geschichte des Zorger Betriebes von der Gründung bis in die Gegenwart. Er zeigte sich begeistert von den Projektergebnissen und erklärte: „Das Projekt hat viele Gewinner, hier sind heute die Preisträger“.

Ernst Schwanhold, Mitglied des Vorstandes der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, würdigte das Engagement der Initiatoren, der Schulen und des Betriebes in Zorge. Jens Halves vom Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus, der den Wettbewerb seit dem Start im Herbst 2018 begleitet hatte, zeigte sich ebenfalls überzeugt von den Ergebnissen und den Schilderungen der Schüler über ihre Erfahrungen, die sie durch gemeinsame Touren im Nationalpark und durch Workshops in den Schulen sammeln konnten. Er erklärte, dass so für alle die Möglichkeit bestand, die „Wildnis im Nationalpark Harz“ entdecken zu können. Er drückte seine Hoffnung über die Fortsetzung des Projektes „Grünes Klassenzimmer“ und die eventuell dauerhafte Etablierung in die örtlichen Schulen und ihren Unterricht. Er dankte den Ausrichtern der Preisverleihung und den Sponsoren.

Projekt war „äußerst positiv und kreativ“

Insgesamt waren zwölf Schulen aus dem Süd- und Oberharz zur Mitwirkung eingeladen worden, teilgenommen hatten zu den Preisträgern der Projektkurs Umwelt der neunten Klassen und der Projektkurs Nachhaltiges Handeln der zehnten Klassen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums Herzberg, die Klasse 8a (jetzt 9a) der KGS Bad Lauterberg sowie die Kurparkschule Seesen der Lebenshilfe Bad Gandersheim-Seesen mit der Kooperationsklasse II.

Eine Jury bestehend aus Vertretern des Besucherzentrums, des Nationalparks, der Firma Harz Guss und der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, wählte die Gewinner aus. „Die Entscheidungen sind uns nicht leicht gefallen, weil etliche Aspekte eine Rolle gespielt haben“, hieß es vonseiten der Jury.

Das Projekt wurde von den Beteiligten als „äußert positiv und kreativ“ empfunden, hieß es zudem.

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