Gefährliche Kreuzung: Schüler sollen geschützt werden

Walkenried.  Die Verkehrssituation vor der Grundschule Walkenried soll entschärft werden.

Ein Lkw fährt in Richtung Lindenweg, obwohl dieser Bereich für ihn komplett gesperrt ist.

Ein Lkw fährt in Richtung Lindenweg, obwohl dieser Bereich für ihn komplett gesperrt ist.

Foto: Thorsten Berthold / HK

Die Kreuzung Karl-Genzel-Straße/Hopfenhellerstraße/Lindenweg ist in Walkenried seit Beginn der Sanierung der Ortsdurchfahrt ein entscheidender Knotenpunkt. Auf dem Weg zum Kloster, zur Gemeindeverwaltung oder aber Bahnhof – der innerörtliche Verkehr muss diese Stelle passieren.

Spätestens wenn die Arbeiten von der Bahnhof- in die Harzstraße wechseln, diese gesperrt werden muss, wird die Intensität des Verkehrs noch weiter zunehmen, ist dies einzige verbliebene Verbindung. Genau hier sehen Anwohner wie auch verschiedene Eltern ein großes Problem, liegt doch auch an der Kreuzung die Grundschule Walkenried. Sie fürchten um die Sicherheit der Kinder durch den steigenden Verkehr. Zudem beklagen sie, dass gerade Lkw immer wieder das Durchfahrverbot ignorieren, es so zu chaotischen Zuständen in dem Bereich komme. Aus diesem Grund fordern sie eine bessere Überwachung des Bereichs oder andere geeignete Maßnahmen.

Auch dem Landkreis Göttingen und der Gemeinde Walkenried sind die Sorgen bekannt – und die Behörden wollen auch reagieren. „Durch eine Reihe von Tiefbaumaßnahmen in der Ortslage sind die Verkehrsführung und deren Überwachung eine besondere Herausforderung“, erklärt Ulrich Lottmann, Pressesprecher des Landkreises, auf Nachfrage unserer Zeitung. Die beteiligten Behörden hätten sich zur Klärung kritischer Punkte (Baustellenampeln, Parken usw.) zunächst Anfang April bei einer Verkehrsbesichtigung abgestimmt.

Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung gab es nun am 10. Juli einen gesonderten Ortstermin. Dabei wurden insbesondere potenzielle Gefahrenpunkte im Lindenweg und im Bereich der Karl-Genzel-Straße besprochen. Als Konsequenz ergreift die Straßenverkehrsbehörde verschiedene Maßnahmen: In der Hopfenhellerstraße wird östlich der Einmündung Karl-Genzel-Straße ein Warnschild „Achtung Kinder“ aufgestellt.

Zudem ist mit der Gemeindeverwaltung vereinbart, dass die teilweise verdeckten Schilder „Schulweg kreuzt“ freigeschnitten werden. „Davon erwarten wir eine Verbesserung der Schulwegsicherung“, erklärt Ulrich Lottmann.

Der Pressesprecher verweist zudem darauf, dass noch vor Beginn der Arbeiten im März durch die Straßenverkehrsbehörde zur Entlastung der innerörtlichen Umleitung eine großräumige Umfahrung eingerichtet (Neuhof - Bad Sachsa - Walkenried sowie Neuhof - Branderode - Obersachswerfen - Walkenried) eingerichtet wurde. Für die innerörtlichen Umleitungen wurden zudem Halteverbote angeordnet. Nachdem es in der Anfangsphase der Bauarbeiten zu Problemen mit Schwerverkehr gekommen war (insbesondere im Lindenweg), wurde zudem ein generelles Verbot für den Schwerverkehr für den ganzen Ort angeordnet. „Grund dafür war vorrangig die Sicherheit von Fußgängern sowie Schulkindern. Aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde hat dies zu einer Entlastung im Ort geführt, auch wenn es vereinzelte Verstöße gibt“, betont Ulrich Lottmann ausdrücklich.

Auch Hendrik Weitemeier vom gleichnamigen Architekturbüro, das die Sanierung der Ortsdurchfahrt, die gemeinsame Baumaßnahme der Gemeinde Walkenried und Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Goslar ist, begleitet, betont im Gespräch mit unserer Zeitung, dass viel unternommen wurde, um die Belastung für die Anwohner und die Gefahr für die Kinder so gering wie möglich zu halten.

Unter anderem verweist er darauf, dass man extra im Vorfeld der Sanierung die Straße bei Wiedigshof ertüchtigt habe, um den Verkehrsteilnehmern eine Alternative anbieten zu können. „Diese muss aber auch genutzt werden.“ Zudem sei gerade der überörtliche Verkehr von Anfang an großflächig umgeleitet worden. „Leider sind nicht alle Navis auf neuestem Stand, so dass es zu Problemen kommen kann.“

Weiterhin verweist er darauf, dass die aktuell anstehenden Arbeiten unter Vollsperrung in die Sommerferien gelegt wurden, damit eben kein Bus gefährliche Bereiche mit den Kindern passieren müsse. „Wir versuchen alles, um Gefahren und Ärger zu minimieren.“

Eins muss aber auch er deutlich machen: „Wir können nichts unternehmen, wenn Verkehrsteilnehmer die Schilder ignorieren.“ Wenn jemand durch die Baufirma oder ihn erwischt werde, bringe man dies aber konsequent beim Ordnungsamt zur Anzeige. „Wir können schlecht die Polizei fragen, ob sie einen Beamten abstellen zur Überwachung“, erläutert der Planer.

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