Polizeistärke im Südharz wird nicht erhöht

Bad Sachsa  Das Innenministerium erteilte der entsprechenden Resolution des Bad Sachsaer Rates eine Absage.

Die Forderung nach einem zweiten Streifenwagen im Südharz wird nicht erfüllt.

Die Forderung nach einem zweiten Streifenwagen im Südharz wird nicht erfüllt.

Foto: Mark Härtl / HK

Ein Streifenwagen, der rund um die Uhr für Bad Lauterberg und seine Ortsteile zuständig ist, sowie ein Zweiter für die Stadt Bad Sachsa und die Gemeinde Walkenried – diese Forderung, die der Rat der Stadt Bad Sachsa Ende vergangenen Jahres per Resolution an das Niedersächsische Innenministerium gestellt hat, wird nicht erfüllt. Auf der Sitzung des Rates stellte Uwe Weick, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, eine entsprechende eindeutige Antwort aus Hannover vor.

Die niedersächsische Polizei nehme die Sorgen der Menschen in jeder Region sehr ernst, wobei gerade das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung für die Mitarbeiter eine hohe Relevanz besitze, teilte Axel Brockmann, Direktor der Polizei im niedersächsischen Innenministerium, mit. Allerdings werde die Verteilung der Kräfte eben nach genauen Kriterien erteilt.

Uwe Weick betonte, dass die Polizei in Gesprächen mit der Kommune mitgeteilt habe, dass für die Einrichtung eines zweiten Wagens etwa 10 bis 14 zusätzliche Kräfte vor Ort benötigt würden. Zudem hätte man in dem Gespräch auch darum gebeten, auf die aktuelle Situation bei der Polizei selbst Rücksicht zu nehmen.

Ausschlaggebend für den Südharz sei die permanente Analyse und Bewertung der Polizeidirektion der Sicherheits-, Einsatz- und Kriminalitätslage vor Ort. Genau hier, so heißt es in dem Schreiben von Axel Brockmann weiter, sei bei Betrachtung der Kriminalitätsstatistik der Jahre 2016 zu 2017 ein Rückgang der Fälle von 13,5 Prozent zu verzeichnen. Auch für das Jahr 2018 werde laut Prognose ein leichter Rückgang erwartet.

Brockmann verweist weiterhin darauf, dass das Sicherheitsgefühl der Menschen von vielen Faktoren beeinflusst werde, häufig eine merkliche Diskrepanz zwischen subjektiver Sicherheit und objektiver Faktenlage bestehe. Ein Instrument um hier zu helfen sei die Kriminalprävention.

Weiterhin definiere sich polizeiliche Präsenz nicht nur über die Stärke und Dienstregelungen einzelner Einheiten, sondern sei immer in der Gesamtheit eines Dienststellenbereiches zu sehen.

„Die aktuellen Personalstärken für die Standorte Bad Lauterberg und Bad Sachsa basieren auf einer belastungsorientierten Personalverteilung und gewährleisten die grundsätzliche Interventionsfähigkeit und ganzheitliche Flächenpräsenz“, erklärt der Landespolizeipräsident. Regelmäßig werde geprüft, ob lage- und einsatzangepasst Präsenzzeiten auch in der Woche – in die Nachtstunden hinein – erweitert werden müssen, so der Landespolizeipräsident.

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