HM-Ranch Bad Lauterberg: Alle Veranstaltungen sind abgesagt

Bad Lauterberg.  Für dieses Jahr bleibt die Harz-Mountains Ranch in Bad Lauterberg geschlossen. Schuld ist die Corona-Pandemie.

Weiterhin geschlossen: Die Auflagen im Vereinsgebäude können nicht erfüllt werden.

Weiterhin geschlossen: Die Auflagen im Vereinsgebäude können nicht erfüllt werden.

Foto: Rolf Steinke / HK

Noch im Februar freuten sich die Vereinsmitglieder der Harz-Mountains Ranch im Odertal über einen gelungenen Saisonauftakt mit dem Konzert der Band Charly and the Outlaws. Dass das dieses Jahr die einzige Veranstaltung bleiben wird, hätte zu dem Zeitpunkt sicher niemand aus dem Verein gedacht.

Da die Corona-Krise auch nach dem Lockdown im Frühjahr noch allgegenwärtig war und viele Unternehmen und Vereine nur unter Auflagen zum Regelbetrieb zurückkehren durften, musste der Vereinsvorstand der Harz-Mountains Ranch eine Entscheidung für das weitere Vorgehen treffen.

Corona-Auflagen konnten nicht erfüllt werden

Aufgrund der Tatsache, dass das Vereinsgebäude keine Fenster habe und somit nicht ausreichend belüftet werden könne und es zudem nicht möglich gewesen wäre einen separaten Ein- und Ausgang zur Verfügung zu stellen, musste die Entscheidung fallen weiterhin alle Veranstaltungen abzusagen, so Kassenwart und Ansprechpartner für Veranstaltungen, Klaus-Peter Strick­roth.

Sowohl ein anderer Veranstaltungsort, als auch die Event-Verlegung nach draußen wären finanziell nicht tragbar gewesen. „Mit den Auflagen lohnt sich das nicht“, erklärte Strickroth weiter. Es hätten draußen vor dem Vereinsgebäude maximal 50 bis 60 Leute Platz gefunden. Durch diese geringe Anzahl an Gästen hätten sich die Kosten für die Bands nicht gerechnet.

Auch wenn das Jahr 2020 keine Einnahmen, sondern zusätzlich den Verlust bereits eingekaufter Waren für den Verein gebracht hat, konnte es bisher mit allen laufenden Fixkosten überbrückt werden. Die Kosten für die Bands, die bereits für das gesamte Jahr gebucht waren, sind trotz der vorübergehenden Schließung nicht zusätzlich angefallen. „Wir hatten null Kosten. Alle Bands waren einverstanden und haben es sofort eingesehen“, äußerte Strickroth.

Für das Jahr 2021 gibt es keine Jahresplanung

Nicht nur die Bands, sondern auch die Vereinsmitglieder zeigten Verständnis. Viele von ihnen kommen aus ganz Deutschland, die meisten stammen jedoch aus der Region. Trotz aller Umstände gab es keine Austritte und auch das Thema Vereinsauflösung stand noch nicht zum Gespräch. „Nächstes Jahr können wir auch noch überleben, wenn wir knausern“, gibt sich Klaus-Peter Strickroth zuversichtlich.

Für das kommende Jahr gibt es anders als bisher keine Jahresplanung. Es soll von Monat zu Monat entschieden werden, wie es weiter geht.

Angedacht ist, dass Ende Februar oder Anfang März 2021 die nächsten Veranstaltungen stattfinden sollen, sofern die Corona-Entwicklung das zulässt. Zudem sollen alle Bands, die dieses Jahr gebucht waren, die Möglichkeit bekommen im nächsten Jahr aufzutreten.

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