Gewerkschaft zeichnet Rainer Eckstein aus

Bad Lauterberg.  Der Bad Lauterberger ist seit 60 Jahren ein „Gewerkschaftler aus Überzeugung“, sagt Klaus Richard Behling, DGB-Ortsverbandsvorsitzender. Die vorläufige Ehrung fand zunächst per Videochat statt.

Wegen der Corona-Krise konnte Rainer Eckstein noch nicht persönlich ausgezeichnet werden. Die Urkunde bekam er aber schon.

Wegen der Corona-Krise konnte Rainer Eckstein noch nicht persönlich ausgezeichnet werden. Die Urkunde bekam er aber schon.

Foto: DGB-Ortsverbandes Bad Lauterberg

Geehrt mit einer Urkunde der IG Metall blickt Rainer Eckstein auf nunmehr 60-jährige Gewerkschaftszugehörigkeit zurück. Wegen der Coronapandemie-Regelungen war es bislang nicht möglich, Ehrungen persönlich vorzunehmen, in gewerkschaftlichen Veranstaltungen durchzuführen, erläutert DGB-Ortsverbandsvorsitzender Klaus Richard Behling. Trotzdem soll natürlich eine Ehrung stattfinden – wenngleich zunächst per Videochat.

Eckstein begann seine berufliche Laufbahn am 1. April 1960 mit der Ausbildung zum Betriebsschlosser bei der Deutschen Baryt-Industrie in Bad Lauterberg. Laut Eckstein war es in seiner Familie bereits Tradition, die berufliche Zukunft bei der Baryt-Industrie zu finden: Vater, Großvater und sogar der Onkel waren bereits Angehörige der Baryt. Bei seinem beruflichen Eintritt waren bereits mehr als 600 Mitarbeiter dort beschäftigt.

„Gleich am ersten Arbeitstag bin ich in die Gewerkschaft eingetreten und habe diesen Schritt auch nie bereut“, erläutert Eckstein im Video-Gespräch mit Behling. Auch Jugend- und Ausbildungssprecher sei er dann geworden. Nach zehn Jahren Zugehörigkeit habe er dann die Baryt-Industrie verlassen und berufliche Neuorientierung im Maschinenbau bei der Firma Kuhlmann, in Bad Lauterberg gefunden.

Auch die sportlichen Interessen im Fußball seien so besser zu verwirklichen gewesen, so Eckstein. Insbesondere sonntags habe er dann mehr Zeit für das Fußballspielen gehabt. Noch heute ist er ehrenamtlich beim Sportgericht in Göttingen tätig.

Bei Kuhlmann wurde Eckstein dann in den Betriebsrat gewählt und gehörte der IG-Metall-Vertreterversammlung in Osterode an. Durch die damalige Insolvenz der Firma musste sich Eckstein, nach über 25-jähriger Betriebszugehörigkeit, erneut beruflich umorientieren: Bis zum Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand hat Rainer Eckstein dann noch 15 Jahre als Leiter der Haustechnik in einem der größten Göttinger Alten- und Pflegeeinrichtungen gearbeitet.

„Ein Gewerkschaftler aus Überzeugung“, wie Behling seinen Gewerkschaftskollegen Rainer Eckstein – nunmehr 60 Jahre in der Gewerkschaft, überwiegend in der IG Metall – bezeichnet. Dessen Ehrung durch den DGB-Ortsverband Bad Lauterberg wird auf jeden Fall nachgeholt – im Rahmen einer der nächsten monatlichen Sitzungen des Ortsverbandes, wenn diese wieder möglich sind. Hier möchte Behling darauf hinweisen, dass sie bis auf Weiteres nicht stattfinden. „Sobald hier wieder Veränderungen möglich werden, werden die gewerkschaftliche orientierten Kolleginnen und Kollegen persönliche Einladungen erhalten.“

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