Schüler in Badenhausen setzen sich für Haiti ein

Badenhausen.  Mit Spenden unterstützt der Politikkurs der OBS ein Hilfsprojekt in dem karibischen Land. Damit soll alternative Landwirtschaft gefördert werden.

Schülersprecher Tobias Krügener (4.v.l.) übergibt dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Koch (7.v.l.) und dem Wahlpflichtkurs Politik den Spendenscheck.

Schülersprecher Tobias Krügener (4.v.l.) übergibt dem stellvertretenden Schulleiter Thomas Koch (7.v.l.) und dem Wahlpflichtkurs Politik den Spendenscheck.

Foto: OBS Badenhausen

Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres konnte der Schülersprecher der Oberschule Badenhausen, Tobias Krügener, dem Wahlpflichtkurs Politik die freudige Mitteilung überbringen, dass beim „Tag für Afrika“, den die Schülervertretung der OBS organisierte, für das Partnerprojekt der Schule, „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“, Spendengelder eingenommen wurden.

„Damit können über 400 neue Bäume in Haiti gepflanzt werden. Das hilft nicht nur dem Klima, sondern ist für die Kleinbauern dort existenziell“, so der stellvertretende Schulleiter Thomas Koch, der verantwortlich für die Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor und die Unterstützung für das Partnerprojekt „Waldgärten – ein neues Fundament für Haiti“ ist.

Unterstützung für eines der ärmsten Länder der Erde

Seit 2016 ist die Oberschule Badenhausen eine von lediglich 16 Misereor-Partnerschulen bundesweit und unterstützt das Haiti-Projekt. Haiti, eines der ärmsten Länder der Erde, zählt zu den sogenannten „gefallenen Staaten“, das bedeutet, dass dort keine funktionierende Infrastruktur vorzufinden ist. Auch die Bildungssituation ist katastrophal. Die Analphabetenquote liegt bei 50 Prozent und die Kindersterblichkeit ist 15 Mal höher als in Deutschland.

80 Prozent der Bevölkerung lebt von weniger als zwei Dollar am Tag, 50 Prozent sogar von weniger als einem Dollar. Das Land ist von Lebensmittellieferungen aus dem Ausland abhängig, da eine massive Abholzung zu einer erheblichen Bodenerosion geführt hat, so dass die Felder kaum noch Erträge bringen.

Zudem macht sich der Klimawandel immer stärker bemerkbar. Hurrikans gab es in der Karibik schon immer, allerdings nehmen sie in den letzten Jahren an Intensität zu und tragen den Boden noch schneller ab. Daher wandern viele Einwohner Haitis in die Slums der Großstädte ab oder versuchen ihr Glück im Ausland.

Projekt zeigt Möglichkeiten alternativer Landwirtschaft auf

Hier setzt das von der Oberschule unterstützte Projekt an: Kleinbauern werden aufgeklärt, erhalten Bildung und Unterstützung und werden in die Lage versetzt, Agroforstwirtschaft zu betreiben – sie legen Waldgärten an. Mithilfe von Erosionsschutzmauern und –furchen wird versucht, der Bodenerosion entgegenzuwirken. Bäume und Sträucher werden angepflanzt und halten den Boden. Dazwischen wird Landwirtschaft betrieben.

Somit erhalten die Einwohner Haitis wieder eine Zukunftsperspektive und die Umwelt wird dank dieser nachhaltigen Anbaumethode geschont. Anhand dieses realen Projektes lernen die Schüler auch, welche Auswirkungen ein rücksichtloser Umgang mit der Natur und fehlende Bildung haben können, und erkennen nachhaltige Lösungsmöglichkeiten.

Diese Erkenntnisse setzen sie in konkrete Handlungen – wie etwa Informationsveranstaltungen für Mitschüler oder Spendenveranstaltungen – um. Dabei bietet Misereor seinen Partnerschulen Unterrichtsmaterial sowie Besuche von Experten an. Gleichzeitig ist die Oberschule Badenhausen auch im Netzwerk der bundesweiten Partnerschulen vertreten und profitiert von einem regen Austausch der Schüler, sowie fachlich.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder