Kriminalität in Niedersachsen während Corona-Pandemie gesunken

Hannover.  14 Prozent weniger Anzeigen als im Vorjahreszeitraum gingen bei der Polizei ein. Laut LKA stieg die Kriminalität in bestimmten Bereichen aber auch.

Etwa 346.000 Straftaten wurden seit Januar angezeigt - das sind weniger als im Vorjahreszeitraum (Symbolbild).

Etwa 346.000 Straftaten wurden seit Januar angezeigt - das sind weniger als im Vorjahreszeitraum (Symbolbild).

Foto: Federico Gambarini / dpa

Während der Corona-Pandemie ist die Kriminalität in Niedersachsen nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) deutlich zurückgegangen. „Das geht durch alle Deliktsgruppen von Einbrüchen über Körperverletzungen bis zu Autodiebstählen“, sagte LKA-Präsident Friedo de Vries der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Von Januar bis August gingen etwa 346.000 Strafanzeigen bei der niedersächsischen Polizei ein, das waren rund 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. „Das verwundert nicht“, sagte de Vries. Wegen coronabedingter Einschränkungen wie der Schließung von Diskotheken oder dem Verbot von Großveranstaltungen habe es weniger Aktionsraum für Täter gegeben.

Ältere Menschen häufiger Opfer von Betrügern

In bestimmten Bereichen verzeichnen die Ermittler allerdings einen deutlichen Anstieg. So gab es beim Betrug mit Fake-Shops in den ersten acht Monaten 2020 eine Zunahme von 354 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Viele Kriminelle hätten gerade zu Beginn der Pandemie Mund-Nasen-Schutz oder Hygieneartikel angeboten, berichtete de Vries.

Darüber hinaus wurden ältere Menschen häufiger Opfer von Betrügern, beim sogenannten Enkeltrick gab es einen Anstieg von 89 Prozent, bei falschen Polizeibeamten um knapp 31 Prozent. Die soziale Isolation älterer Menschen aus Angst vor Ansteckung mit dem Virus könne ein Grund dafür sein, sagte die Vries.

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