Corona in Niedersachsen

298.371 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 5946 Tote

Lesedauer: 11 Minuten
RKI-Strategie für den Herbst und Winter - das sind die wichtigsten Punkte

RKI-Strategie für den Herbst und Winter - das sind die wichtigsten Punkte

Das RKI hat eine neue Strategie für den kommenden Herbst und Winter erarbeitet. Damit soll ein weiterer Lockdown verhindert werden. Die Strategie ist vorerst nur eine Empfehlung für die Bundesländer.

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Hannover.  5946 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 298.371 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 45,2.

  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist laut den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstag, 28. September, auf 298.371 gestiegen. Das sind 219 mehr als am Tag zuvor.
  • 5946 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind 8 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.
  • Auf Kreis- und Stadtebene liegt in Niedersachsen laut RKI derzeit keine Kommune unter dem 10er-Inzidenzwert.
  • Über dem 35er-Inzidenzwert liegen auf Kreis- und Stadtebene in Niedersachsen laut RKI derzeit 23 Kommunen: Die Kreise Gifhorn, Peine, Göttingen, Region Hannover, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Holzminden, Nienburg (Weser), Celle, Cuxhaven, Harburg, Lüneburg, Stade, Uelzen, Verden, Cloppenburg, Emsland, Grafschaft Bentheim, Vechta und die Städte Salzgitter, Wolfsburg, Delmenhorst und Oldenburg (Oldb).
  • Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 284.196 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.
  • In unserer Region sind bislang 856 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Die Corona-Zahlen in unserer Region:

Kommune 7-Tage-Inzidenz (Vortagswert) Todesfälle
Braunschweig 31 (31) 190
Gifhorn 59,8 (59,2) 191
Helmstedt 35 (39,3) 95
Peine 42 (50,8) 106
Salzgitter 65,5 (82,8) 81
Wolfenbüttel 25,1 (26,8) 100
Wolfsburg 44,4 (44,4 ) 93

(Stand: Dienstag, 28. September, Dashboard des Robert Koch-Instituts).

Niedersachsen ist seit dem vergangenen Jahr fest im Griff der Corona-Pandemie. Wir haben hier zusammengefasst, welche Regeln aktuell gelten, wo es eine Maskenpflicht gibt und wie die Teststrategie aussieht.

Neue Corona-Verordnung: Für Ungeimpfte wird es komplizierter

Seit Mittwoch, 22. September, gilt eine neue Corona.Verordnung für das Land Niedersachsen. Bis vorerst zum 10. November soll sie gelten. Die Hospitalisierung wird ein wichtiger Indikator, für einige Schüler entfällt die Maskenpflicht und die 2G-Regel wird angewendet.

Mehr dazu lesen Sie hier: Niedersachsen stellt neue Corona-Verordnung vor

3G-Regel: Impfung, Genesung oder Test – Ohne geht's nicht

Sei es nun ein Termin beim Friseur oder der Gang ins Theater. Seit Montag (23.08.) ist für alle Innenbereiche die Vorlage eines Impf-, Genesenennachweis oder negativen Corona-Tests verpflichtend. Der Abstrich darf dabei nicht älter als 24 Stunden sein, wenn es sich um einen Antigentest handelt. PCR-Tests dürfen maximal 48 Stunden alt sein.

Lesen Sie hierzu: Gastwirt darf Corona-Schnelltest verlangen – auch nach Impfung

Von der 3G-Regel (Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen) sind lediglich Kinder bis zum 6. Lebensjahr und Schüler sowie Menschen, die nicht geimpft werden können. Wie lange die 3G-Regel nötig ist, soll alle vier Wochen überprüft werden. Außerdem können die Bundesländer sie in Städten und Landkreisen, in denen die Inzidenz stabil unter 35 liegt, aussetzen.

Außerdem interessant: Braunschweiger Club-Betreiber setzt auf 2G-Experiment

Corona-Regeln: Das soll im Supermarkt gelten

Das Tragen einer medizinischen Schutzmaske bleibt weiterhin Pflicht – genauso wie das Beachten des Mindestabstandes. Eine Testpflicht für Ungeimpfte beim Einkaufen war im Beschluss von Bund und Ländern nicht vorgesehen.

Sicherheit in Fitnessstudios und Sport durch 3G

Sofern Sport in einem Innenraum stattfindet, soll auch dafür die 3G-Regel greifen. Schon jetzt müssen in vielen Bundesländern negative Tests oder Impfnachweise für den Besuch im Fitnessstudio vorgelegt werden.

Corona-Regeln für Friseure und andere körpernahe Dienstleistungen

Für körpernahe Dienstleistungen wie das Haareschneiden gilt ebenfalls die 3G-Regel. Im Gegensatz zu den anderen Bereichen jedoch unabhängig davon, ob die körpernahe Dienstleistung im Innenraum oder im Freien wahrgenommen wird.

Tests werden zudem Voraussetzung für den Zugang als Besucher zu Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe. Auch die Teilnahme an Veranstaltungen und Festen in Innenräumen ist an ein negatives Testergebnis oder einen Immunitätsnachweis gekoppelt.

Die 3G-Regel gilt in Deutschland: Das müssen Sie beachten

Wie lauten die Kontaktregeln?

Von Samstag (19. Juni) an sind in Kreisen und kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz fünf Werktage lang unter 35 lag, wieder Treffen von bis zu zehn Personen „aus beliebig vielen Haushalten erlaubt“, wie die Staatskanzlei in Hannover mitteilte. Dazu kommen können noch vollständig Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren.

Wo die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Werktage hintereinander nicht über 10 lag, dürfen sogar bis zu 25 Menschen in Innenräumen und bis zu 50 draußen zusammenkommen. Hinzukommen dürfen noch vollständig Geimpfte und Genesene sowie Kinder unter 14 Jahren. Haben alle Erwachsenen, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, einen negativen Test, können sich noch mehr Menschen treffen.

Lesen Sie dazu: Wolfsburg: Land erklärt Grund der Regel für private Treffen

Was gilt für Schulen?

Nach den Sommerferien kehren alle Schulen wieder im Präsenzbetrieb zurück. Dabei gelten spezielle Regeln, zum Beispiel das Tragen einer medizinischen Maske.

Lesen Sie dazu:

Maskenpflicht im Handel bleibt

Den negativen Corona-Testnachweis im Einzelhandel hat die Landesregierung bereits gestrichen, allerdings nur in Kommunen unterhalb einer Inzidenz von 50. Liegt die Inzidenz darüber, können kleine Läden mit nicht mehr als 200 Quadratmetern Verkaufsfläche Termine mit Kunden vereinbaren. Dann ist kein Test nötig. Größere Läden sollen dagegen offenbar ab 50 weiterhin der Testpflicht unterliegen. Unter einer Inzidenz von 35 fallen Obergrenzen für die zulässige Kundenzahl weg, bei der Maskenpflicht soll es jedoch bleiben. Eine Kontaktnachverfolgung gibt es nicht. Wie bisher ist die Grundversorgung etwa im Supermarkt nicht an Tests gebunden.

Änderungen auf Wochenmärkten

Zudem sind kleinere Anpassungen vorgesehen: So sollen zum Beispiel auf Niedersachsens Wochenmärkten bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 10 nicht nur die Kunden, sondern auch die Marktleute ihre Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen dürfen. In Arbeits- und Betriebsstätten kann auf eine Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden – das Land setzt hierbei die Veränderungen der Arbeitsschutz-Verordnung des Bundes um.

Corona-Maßnahmen: Welche Masken sind in Niedersachsen erlaubt?

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April vergangenen Jahres. Seit dem 25. Januar 2020 gelten die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Corona-Regeln. Dazu gehört eine verschärfte Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen von Betrieben und Geschäften sowie im Nahverkehr sind statt Alltagsmasken nur noch medizinische Masken zulässig. Die Vorgabe gilt ausdrücklich auch für dazugehörige Parkplätze. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen allerdings weiterhin Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich fünf Jahren sind weiterhin gänzlich von der Maskenpflicht ausgenommen.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Die Maskenpflicht soll laut eines Entwurfs für kurzfristige Lockerungen der Corona-Regeln nach Pfingsten gelockert werden. Das bedeutet, dass die Maskenpflicht für den Einzelhandel in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 aufgehoben werden soll. Das Land will diese Lockerung nach Kritik überdenken.

Habe ich in Niedersachsen ein Recht auf Homeoffice?

Die Homeoffice-Pflicht ist in Niedersachsen am 30. Juni ausgelaufen. Arbeitnehmer haben demnach kein Recht mehr auf Homeoffice.

Wer darf sich in Niedersachsen wann gegen Corona impfen lassen?

Zum Start der Impfkampagne hatte die Regierung eine Priorisierung der Impfreihenfolge vorgenommen. Es durften sich vor allem ältere Menschen impfen lassen, dann solche mit medizinischer oder beruflicher Notwendigkeit.

Die Impf-Priorisierung ist inzwischen aufgehoben. Impfungen gibt es nicht mehr nur im Impfzentrum, sondern auch bei Haus-, Fach- und Betriebsärzten. Zu Beginn der Impfkampagne war noch nicht genügend Impfstoff vorhanden, inzwischen können sich Interessenten häufig auch ohne Termin impfen lassen. In Niedersachsen liegt die Impfquote inzwischen bei 58 Prozent.

Termine in Impfzentren können auf dem Impfportal des Landes Niedersachsen vereinbart werden. Dort können Impfwillige den Impfstoff unabhängig von der Empfehlung der Stiko frei wählen. Geimpft wird mit Biontech, Astraszeneca, Moderna und Johnson&Johnson.

Auch bei ihrem Haus- oder Facharzt ist eine Impfung mit Termin möglich.

Außerdem gibt es immer wieder Impfaktionen in der gesamten Region. So fährt zum Beispiel ein Impfbus durch Salzgitter und Wolfenbüttel. Und auch in Peine ist mobiles Impfenmöglich. Und auch der VfL Wolfsburg hat schon mehrere Impfaktionen am Stadion durchgeführt.

Am 15. August hat die Stiko nun auch die Impfempfehlung für Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Niedersachsen will für Schülerinnen die Impfung an Schulen ermöglichen .

Wie kann ich einen Corona-Test machen?

Corona-Tests gibt es inzwischen im Einzelhandel zu kaufen. Außerdem können die kostenlosen Bürgertestzentren angesteuert werden. Dort kann mindestens einmal alle sieben Tage ein Test gemacht werden.

Die kostenlosen Tests sollen jedoch ab Mitte Oktober abgeschafft werden. Hier gibt es weitere Informationen: Wie teuer Corona-Tests sind und ab wann sie Geld kosten

Patchwork-Familien oder getrennte Eltern: Wie verhalten sich da die Kontaktbeschränkungen?

Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern, entsprechend müssen sie beim Besuch des jeweils anderen Elternhaushalts nicht als zusätzliche, externe Person berücksichtigt werden.

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte die ehemalige Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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