Neustart für Spielplätze, Museen und Kirchen in Niedersachsen

Hannover.  Ministerpräsident Weil hatte die Erwartungen an die neuen Corona-Beratungen bewusst kleingehalten. Doch die Liste der Lockerungen umfasst einiges.

Mit Flatterband ist ein öffentlicher Spielplatz abgesperrt. Nach der Vorlage des Bundes sollen die seit Wochen geschlossenen Spielplätze wieder geöffnet werden können. Das gilt auch in Niedersachsen.

Mit Flatterband ist ein öffentlicher Spielplatz abgesperrt. Nach der Vorlage des Bundes sollen die seit Wochen geschlossenen Spielplätze wieder geöffnet werden können. Das gilt auch in Niedersachsen.

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Die Corona-Auflagen in Niedersachsen werden von Mittwoch an erneut deutlich gelockert. Zwar mahnte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) auch am Donnerstagabend nach rund vierstündigen Beratungen von Bund und Ländern: „Wir wollen nicht wieder in die Situation geraten, aus der wir uns gerade mühsam herausgearbeitet haben.“ Dennoch steht am kommenden Mittwoch, dem 6. Mai, eine Reihe von Lockerungen an.

Spielplätze

Wenn die neue Corona-Verordnung des Landes am Mittwoch in Kraft tritt, können die Spielplätze in Niedersachsen unter Auflagen wieder öffnen. „Wir werden sehr kurzfristig mit unseren Kommunen in Gespräche eintreten, unter welchen Bedingungen das gelingen kann“, sagte Weil. Die Kommunen sollten dabei seiner Vorstellung nach einen „relativ weiten Spielraum“ bekommen. Dieser Beschluss war nicht unbedingt erwartet worden: Der SPD-Politiker zeigte sich positiv überrascht, dass sich Bund und Länder darauf verständigen konnten.

Sport

Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga haben Bund und Länder auf den 6. Mai vertagt. Freizeitsportler bekommen aber wieder mehr Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen.

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Sportarten ohne nahen Körperkontakt zu anderen Menschen wie Leichtathletik oder Tennis sowie Outdoor-Sportanlagen sind dann wieder erlaubt, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird. Das Land geht damit in diesem Punkt über die Beschlüsse der Bund-Länder-Schalte hinaus.

Gottesdienste

Gottesdienste und religiöse Versammlungen in Kirchen, Synagogen und Moscheen sind ebenfalls vom 6. Mai an unter Auflagen wieder möglich. Der Zutritt soll dabei je nach Größe des Raums zahlenmäßig begrenzt werden, außerdem muss der Mindestabstand eingehalten werden, um Infektionen mit dem Coronavirus zu verhindern.

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Ausflugsziele wie Museen und Zoos

Auch Museen und Zoos sowie Galerien, Gedenkstätten und botanische Gärten dürfen von Mittwoch an wieder öffnen. Theater bleiben allerdings weiterhin geschlossen. Auch sind Veranstaltungen wie Autokinos, bei denen die Teilnehmer in ihren Fahrzeugen sitzen, dann offiziell erlaubt.

Reisen und Tourismus

Ein erstes vorsichtiges Signal für den Neustart erhält auch der Tourismus zwischen Harz und Nordsee. Zweitwohnungsbesitzer dürfen von Mitte nächster Woche an wieder in ihre Wochenend- und Ferienhäuser, auch Dauercampen ist wieder erlaubt – und das ausdrücklich „auch zu touristischen Zwecken“.

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Ausblick

Wie es darüber hinaus etwa mit Schulen und Kitas weitergeht, mit dem derzeit auf maximal 800 Quadratmeter begrenzten Einzelhandel oder mit Hotellerie und Gastronomie, wollen Bund und Länderchefs am nächsten Mittwoch entscheiden – dann, wenn die jetzt beschlossenen neuen Lockerungen in Niedersachsen in Kraft treten. /dpa

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