Fachleute untersuchen Mauerwerk am Alten Osteroder Rathaus

Osterode.  Die Fassade des wohl geschichtsträchtigsten Gebäudes der Stadt soll saniert werden.

Das Alte Rathaus

Das Alte Rathaus

Foto: Stadt

Am Alten Rathaus nagt der Zahn der Zeit. Ein besorgniserregender Anblick, findet Bürgermeister Jens Augat und teilt mit vielen Bürgerinnen und Bürgern die Ansicht, dass am wohl geschichtsträchtigsten Gebäude der Stadt etwas passieren muss.

Es werden daher in den nächsten Wochen Sondierungsöffnungen in den Mauern des Alten Rathauses angelegt. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Zusammensetzung des Mauerwerks und des vor Zeiten verwendeten Mörtels zu erlangen. Ein Fachmann für historisches Mauerwerk, wurde bereits hinzugezogen. Die bevorstehenden Arbeiten sind mit der unteren Denkmalbehörde des Landkreises Göttingen und dem Landesamt für Denkmalpflege in Hannover abgestimmt und sind zwingende Voraussetzung für die Sanierung der Außenfassade.

Erstes Rathaus brannte ab

Das erste Rathaus war beim großen Stadtbrand im Jahr 1545 vernichtet. 1552 wurde das Rathaus wieder aufgebaut und diente als Verwaltungsgebäude mit Markthalle und Weinkeller.

Heute beherbergt es die Räume des Stadtarchivs, des Heimat- und Geschichtsvereines, das Trauzimmer des Standesamtes und den Ratskeller Osterode mit einer eigenen Bierbrauerei.

Die Stadtverwaltung befindet sich heute im imposanten ehemaligen Getreidespeicher der Stadt, von dem aus der Oberharz mit dem lebenswichtigen Korn versorgt wurde, dem Kornmagazin. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse am Alten Osteroder Rathaus soll danach in Abstimmung mit der unteren Denkmalbehörde des Landkreises Göttingen und dem Landesamt für Denkmalpflege in Hannover zeitnah mit der Sanierung der Gebäudefassade begonnen werden.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder