Im Herzberger Familienzentrum eröffnet ein Reparatur-Café

| Lesedauer: 2 Minuten
Der erste Kunde Klaus Schneemann mit Helmut Wallis, Christoph Wabbels und Johannes Nordmann. (von links).

Der erste Kunde Klaus Schneemann mit Helmut Wallis, Christoph Wabbels und Johannes Nordmann. (von links).

Foto: Herma Niemann / HK

Herzberg.  Reparieren lassen statt Wegwerfen – Das geht jetzt im Herzberger Familienzentrum. Wie das Konzept zum Klimaschutz beitragen soll.

Reparieren, statt Wegwerfen“ - dafür gibt es seit dem vergangenen Dienstag eine Anlaufstelle in Herzberg. Im Familienzentrum der Lebenshilfe besteht nun die Möglichkeit, defekte Haushaltskleingeräte kostenlos reparieren zu lassen und damit einen Beitrag zum Sparen von Ressourcen und zum Klimaschutz zu leisten.

Der erste Kunde am Dienstag war Klaus Schneemann aus Herzberg, der einen Hand-Akkusauger dabei hatte. Der Sauger sei höchstens vier Jahre alt, aber leider halte der Akku nicht mehr lange. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen Christoph Wabbels und Helmut Wallis, gelang es ihm schließlich das Gehäuse zu öffnen und die Bauweise zu erörtern. „Es bestehen gute Chancen, dass wir das hinbekommen“, so Wallis. Klaus Schneemann ist begeistert: „Ich finde das richtig gut, dass es ein Reparatur-Café gibt, nicht immer muss alles gleich weggeschmissen werden.“

Nachhaltigkeit und Austausch

Wallis und Wabbels bringen sich bereits in der Fahrradwerkstatt der Zukunftswerkstatt Herzberg ein, genauso wie Johannes Nordmann, der an dem Tag auch zugegen war. Alle drei tüfteln und reparieren schon lange gerne, berichteten sie. Im Reparatur-Café steht zum einen der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund und zum anderen der gemeinsame Austausch in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Keksen. Wer mag, kann eine Spende dalassen. Nicht nur Toaster, Kaffeemaschinen oder Küchenmaschinen, können vor Ort repariert werden, auch Nähmaschinen gehören dazu. An diesen verbringt Wallis schon lange viel Zeit - jedoch nicht nur zum Reparieren, sondern auch zum Nähen. Passend dazu befindet sich das Nähcafé im Nachbarraum.

Dies werde gut angenommen, so die Leiterin des Familienzentrums, Iris Schmitz. Zwischen drei und fünf Teilnehmern seien dabei, die sich unter der Anleitung von Dorata Maravic gerne helfen lassen. Finanzielle Unterstützung für die Einrichtung des Reparatur-Cafés hat das Familienzentrum aus dem Quartiersbudget des Landkreises Göttingen erhalten. Die Stadt Herzberg begrüßt die Einrichtung.

Sowohl das Reparatur-Café als auch Nähcafé finden am letzten Dienstag im Monat von 15 bis 17 Uhr statt. Der nächste Termin ist Dienstag, 28. Februar. Das Familienzentrum der Heilpädagogischen Einrichtungen der Lebenshilfe befindet sich in der Hindenburgstraße 27a in Herzberg. Informationen dazu gibt Iris Schmitz unter Telefon (05521) 73899-68 oder per Mail an iris.schmitz@hel-herzberg.de.