Stadtrat

Herzberg: Abwassergebühren sollen erhöht werden

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In der Sitzung des Betriebsausschusses des Rates der Stadt Herzberg ging es unter anderem ums Abwasser.

In der Sitzung des Betriebsausschusses des Rates der Stadt Herzberg ging es unter anderem ums Abwasser.

Foto: Paul Beier / HK

Herzberg.  Der Betriebsausschuss der Stadt Herzberg machte einmal mehr klar: Abwasser kostet auch Geld. Die aktuellen Pläne.

Erhöhte Abwassergebühren und die Wirtschaftspläne der städtischen Betriebe: In der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses der Stadt Herzberg beschäftigte sich das Gremium finanziell auch mit den kommenden Jahren.

Die letzte Abwassergebührenkalkulation wurde dem Rat der Stadt Herzberg in seiner Sitzung am 2. Juli 2020 vorgelegt. Darin wurde von der Verwaltung vorgeschlagen, den Abwassergebührensatz um 0,11 Euro auf 3,57 Euro je Kubikmeter Abwasser zu erhöhen.

Um in der Corona-Pandemie eine weitere Belastung für die Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden, beschloss der Rat, die Gebühren nicht anzupassen und in zwei Jahren – also im Jahr 2022 für die Folgejahre – eine neue Kalkulation von der Verwaltung zu verlangen. Diese Kalkulation wurde am vergangenen Dienstag in der Sitzung des Betriebsausschusses von Jens Mackensen von den Städtischen Betrieben vorgestellt und erörtert. Die Gebührenkalkulation für die Jahre 2023 bis 2025 berücksichtige die derzeit hohen Preissteigerungen insbesondere bei den Energiekosten, die mit 35 Prozent angenommen wurden, sagte Mackensen.

Preissteigerung moderat geplant

Auf die Gebührenkalkulation wirkten sich neben den Teuerungsraten unter anderem auch die laufenden und geplanten großen Investitionen (Sanierung B243, Neubau Klärschlammlagerhalle und das künftige Baugebiet Heuer-West) aus. Da die gesamtwirtschaftliche Lage derzeit unsicher und schwer einzuschätzen sei, wurden die Preissteigerungen eher moderat eingeplant. Daher sei die Kalkulation zwar über drei Jahre vorgesehen, aber dennoch jährlich zu überprüfen, so Jens Mackensen.

Dem Beschlussvorschlag, die Abwassergebühr zum 1. Oktober auf 3,89 Euro je Kubikmeter, ohne Niederschlagswasser auf 3,31 Euro je Kubikmeter festzusetzen und sie jährlich zu überprüfen, stimmten die Ausschussmitglieder schließlich zu.

Umschichtung der B243-Sperrungen

Nach den einleitenden allgemeinen Informationen zu Beginn der Sitzung, die von Ulrich Schramke geleitet wurde, hatte Fachbereichsleiterin Kerstin Bührmann zu Ergebnissen der Sitzung vom 19. Mai und über aktuelle Vorhaben berichtet. So wies sie darauf hin, dass voraussichtlich ab dem 28. Oktober eine Umschichtung der Sperrungen im ersten Bauabschnitt auf der B243 erfolgen würde. Die für einen Zeitraum von 8 bis 10 Wochen vorgesehenen Kanalreinigungen konnten noch nicht fertiggestellt werden und werden deshalb fortgesetzt. Wegen des fehlenden Regens rief sie die Einwohner zum Wassersparen auf.

Da sich im Ortsteil Scharzfeld nach dem Aufruf nach freiwilligen Helferinnen und Helfern niemand bereit erklärt habe, Zählerstände der Wasseruhren abzulesen, werden die dortigen Kundinnen und Kunden per Schreiben gebeten, die aktuelle Zählerstände abzulesen und zu melden, so Jens Mackensen unter anderem in seinem Zwischenbericht der Städtischen Betriebe für die erste Hälfte des Jahres 2022. Der Trinkwasserverbrauch wird danach etwa das geplante Niveau erreichen, so Mackensen weiter.

Viel Minus in Wirtschaftsplänen

Die höheren Investitionen bei der Stadtentwässerung resultieren aus den im Vorjahr begonnen Maßnahmen. Da die geplanten Beschaffungen für Winterdienstgeräte erst im zweiten Halbjahr erfolgen, ist mit geringeren Abschreibungen zu rechnen. Dies trifft auch für die vorgesehenen Ersatzbeschaffungen im Bauhof zu. Wegen der geringeren Bestattungszahlen wird im Friedhofswesen der Planansatz für Material und Personal nicht erreicht, sagte Mackensen in der Zusammenfassung.

Den Beschlussvorschlägen für die Wirtschaftspläne der Städtischen Betriebe stimmten die Ausschussmitglieder zu. Für das Jahr 2023 beinhalten die Wirtschaftspläne des Wasserwerks ein Minus von rund 106.000 Euro, der Stadtentwässerung ein Minus von rund 280.000 Euro, der Stadtreinigung ein Minus von 67.000 Euro, der Friedhöfe ein Minus von 11.900 Euro und des Bauhofs ein Plus von 4.700 Euro.