Pfarrgemeinde St. Josef resümiert das Corona-Jahr 2020

Herzberg  Gottesdienste werden auch online angeboten. Menschen warten auf Besuch von Seelsorgern. Caritas und Kleiderkammer sind weiter aktiv.

Sabine Monjau und Pater Paul, hier bei der Jubiläumsfeier der St. Hildegard-Gemeinde 2019 in Hattorf.

Sabine Monjau und Pater Paul, hier bei der Jubiläumsfeier der St. Hildegard-Gemeinde 2019 in Hattorf.

Foto: Paul Beier / HK

„Das Jahr 2021 fängt für die Gemeinde an wie das Jahr 2020 endete“, so die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef, Sabine Monjau. Gottseidank dürfe man noch immer Gottesdienste anbieten, wenn auch unter strengen Hygieneauflagen. Dazu gehören die Maskenpflicht auch am Sitzplatz und ausreichende Abstände. Dies bedeute, dass nur eine eng begrenzte Teilnehmerzahl an den Gottesdiensten teilnehmen darf, sagte Monjau.

Vieles wird inzwischen online gemacht. So werden vom Bistum Hildesheim Online-Gottesdienste angeboten und im Internet Informationen und Anregungen für Gottesdienste im Hauskreis aufgezeigt. Auf der Internetseite www.katholische-kirche-suedharz.de findet man entsprechende Verlinkungen. Ebenfalls findet man dort die Ansprechpartner, wenn man ein seelsorgerisches Gespräch wünscht oder Unterstützung benötigt. „Die Möglichkeiten für die Durchführung unserer Angebote und Gottesdienste hängen direkt von der jeweils aktuell gültigen niedersächsischen Corona-Verordnung ab,“ so Sabine Monjau.

Besuch vom Seelsorger

Pater Dr. Paul Chodor („Pater Paul“) ist einer der drei Patres, die von Herzberg katholische Gemeinden im Altkreis Osterode betreuen. Sowohl in Krankenhäusern als auch in Altenheimen und im privaten Bereich würden Menschen gerade unter dem Eindruck der Pandemie darauf warten, von Seelsorgern besucht und betreut zu werden, sagte Pater Paul in einem Gespräch. Dazu meldet sich der Pater bei Einrichtungen an und erhält – soweit die Hygienebestimmungen unter Corona es zulassen – Besuchstermine. Auch kurze Andachten sind unter Umständen möglich.

Neben gelegentlichen Besuchen in der Kita der St. Josef-Gemeinde ist Pater Paul auch in der Caritas aktiv. Soweit erlaubt und möglich finden Schuldenberatungen statt. Auch die Kleiderkammer wird unter strikter Einhaltung der AHA-Forderungen fortgeführt. Die Unterstützung von Bedürftigen aus der Aktion „Caritas Konto“ gehe ohne Rücksicht auf die Religion von Betroffenen weiter, so Pater Paul. Häufig brauchen kinderreiche Familien Hilfe in finanzieller Hinsicht. Dabei handele es sich meist um niedrige zweistellige Geldbeträge, so der Pater.

Anders entwickelt als erwartet

Nach seinen Absichten für das Jahr 2021 gefragt, stellte er den Beistand für die Menschen in den Vordergrund. Er und seine Mitstreiter wollen sich viel Zeit nehmen, um Menschen zu helfen, die unter Ängsten während und wegen der Corona-Pandemie leiden. Er sei kein Träumer, so Pater Paul. Vieles habe sich anders entwickelt als erwartet. Er hoffe, Arbeit in Gruppen bald wieder aufnehmen zu dürfen. Auch in diesem Jahr stehe bei ihm die Betreuung von alten und bedürftigen Menschen in der Gemeinde im Mittelpunkt. „Gott hat es gegeben, wir machen weiter,“ sagte Pater Paul.

Der katholischen St. Josef-Gemeinde gehören rund 2.100 Gläubige an. Im Jahr 2020 gab es 11 Taufen, 3 Trauungen, 13 Erstkommunionen und 3 Firmungen. 27 Gemeindemitglieder verstarben.

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