Eine Ausstellung zu Ehren Joachim Gießners

Herzberg  Am Donnerstag lud das Esperanto-Zentrum zur Eröffnung ins Herzberger Schloss ein.

Anlässlich des 100. Geburtstags von Joachim Gießner wurde am Donnerstag eine Sonderausstellung im Schloss eröffnet. Der Bahnvorsteher Gießner hatte sich zu Lebzeiten besonders für die Brückensprache Esperanto engagiert.

„Gießner hat sich um die Weltsprache im besonderen Maße verdient gemacht.“
Gerhard Walter, Bürgermeister, über den Herzberger Bahnvorsteher

Bereits 2008 wurde ihm zu Ehren ein Gedenkstein am Bahnhofsvorplatz errichtet, später wurde ein Weg in unmittelbarer Nähe nach ihm benannt. Am 23. Dezember 2013 wäre Gießner 100 Jahre alt geworden.

Esperanto als Berufung

Bürgermeister Gerhard Walter würdigte die Verdienste Gießners. Von Beruf sei Gießner Eisenbahner gewesen, seine Berufung jedoch sei Esperanto gewesen, so Walter.

Gießner habe sich durch sein Engagement um die Weltsprache im besonderen Maße um Herzberg verdient gemacht, so Walter, der Joachim Gießner, der von 1968 bis 2002 in Herzberg wohnte, noch persönlich kennengelernte. Peter Zilvar schilderte die Herzberger Jahre von Gießner. Als dieser 1968 Bahnhofsvorsteher in Herzberg wurde, hatte der Bahnhof etwa 700 Beschäftigte und sei ein Drehkreuz nach Osteuropa gewesen, so Zilvar.

Seit 1949 habe sich Gießner für die auch im Bahnwesen nutzbare Weltsprache interessiert. Als Beauftragter für Esperanto im Bahnsozialwerk habe er sich besondere Verdienste erworben. Außerdem habe er Lieder und Schriften übersetzt, so Zilvar. Zusätzlich stellte Zilvar die zweisprachige Biografie Gießners „Ab Herzberg auf Schienen in die Welt“ vor, bevor er mit Szofia Korody die Gäste in die Ausstellung einführte. Voraussichtlich im Juni wird eine Ausstellung mit dem Thema Esperanto und Medaillen folgen. bei

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