Das Experiment Stille

Scharzfeld  Andrea Nielbock bietet in der Scharzfelder Einhornhöhle meditative Klangreisen an.

Andrea Nielbock sorgt mit Klangschalen und Gongs für einen beruhigenden Klangteppich.

Andrea Nielbock sorgt mit Klangschalen und Gongs für einen beruhigenden Klangteppich.

Foto: Einhornhöhle

Ein beruhigender Klang schwebt durch den Raum. Das leise Klingen eines Gongs ist zu vernehmen, nach und nach kehrt Stille ein. Die letzten Gespräche verstummen, es wird ruhig. Es ist ein Experiment, auf das man sich in der Scharzfelder Einhornhöhle bei der meditativen Klangreise „Klang und Stille“ einlässt.

Mit Decken und Kissen ausgestattet

Andrea Nielbock hat die Gruppe in die Höhle geführt. Mit Decken und Kissen gegen die dort herrschende Kühle ausgestattet, nehmen die rund 40 Teilnehmer im Weißen Saal Platz. Die Vorgabe ist erstaunlich einfach – sollte man meinen. „Sie sorgen für die Stille, ich sorge für den Klang“, sagt Nielbock. Doch schaffen es 40 Erwachsene tatsächlich, über eine Stunde lang still zu sein?

Die Atmosphäre in der Höhle ist beeindruckend. Das Jahrtausende alte Gestein bildet den Rahmen, das ständige Plätschern der herunterfallenden Wassertropfen eine beruhigende Hintergrundstimmung. Darübe lässt Nielbock mit Klangschalen und verschiedenen Gongs sphärische Klänge schweben.

Alltagssorgen entschwinden

Die Teilnehmer schließen die Augen. Langsam sollen die Alltagssorgen von ihnen abfallen, der Stress der nie stillstehenden Welt außerhalb der Höhle entschwinden. Bei vielen stellt sich tatsächlich eine innere Ruhe ein.

Nach einer ersten Klangreise wird der Raum gewechselt. Im stillen und bedächtigen Gang geht es zur Blauen Grotte in den hinteren Bereich der Höhle. Der mystische Raum verstärkt das Erlebnis weiter. Doch es fällt auch auf, so einfach scheint es tatsächlich nicht zu sein, über längere Zeit wirklich ruhig zu sein.

Das Klangerlebnis in der Einhornhöhle ist etwas außergewöhnliches. Es muss allerdings klar sein: Man ist selbst gefordert, sich darauf einzulassen und die Ruhe zu genießen. Ob man das schafft, liegt an jedem selbst.

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